Niagara Fälle: Unverhofft kommt oft

Eigentlich wollte ich heute nach dem Frühstück nach Toronto fahren. Eigentlich rechnete ich damit, dass mich die Google Maps Navigation direkt in Detroit über die Brücke oder durch den Tunnel in die kanadische Provinz Ontario lotst. Doch es kam alles ganz anders.

Niagara Fälle von der kanadischen Seite aus gesehen

Niagara Fälle von der kanadischen Seite aus gesehen

Es fing damit an, dass mich die Navi-Software von Detroit aus zuerst über die I94 nach Norden geschickt hat. So ging es also erst in Port Huron über die Brücke und somit über die Grenze. Bei der Ausreise aus den USA gab es keine Kontrollen. Das scheint auf dem Landweg so üblich zu sein. Ähnliches hatte ich auch erlebt, als ich im Januar 2015 zu Fuß in Tijuana/Mexiko war.

Bei der Einreise nach Kanada wurde ich von einer durchaus hübschen Beamtin des kanadischen Zolls kontrolliert, die zuerst einen etwas strengen Ton an den Tag gelegt hat, der sich aber schnell gelegt hat, so dass sich sogar ein kurzes sehr nettes Gespräch ergeben hat. Danach bin ich erst einmal nach London gefahren. Nein, nicht nach Großbritannien. Auch in Ontario gibt es eine Stadt, die den Namen der britischen Hauptstadt trägt. Hier war bei Denny’s Zeit für eine kurze Rast und einen Milkshake.

Kurzerhand änderte ich nun auch meine Reisepläne. Mein Hotel für heute und morgen befindet sich in Hamilton. Das ist ziemlich genau in der Mitte zwischen Toronto und den Niagara Fällen. Und ein Blick auf diverse Wetter-Apps zeigte, dass die Aussichten für heute gut waren, während es morgen Nachmittag regnen und auch am Samstag bewölkt sein kann.

Die Niagara Fälle wollte ich wenn irgendwie möglich bei einigermaßen schönem Wetter erleben. Für mich standen sie schon im Vorfeld als eine der Hauptattraktionen meiner Reise fest, zumal ich schon vor 16 Jahren das „Gegenstück“, die Victoria Fälle an der Grenze zwischen Zimbabwe und Sambia, bewundern durfte.

Also heute zuerst nach Niagara Falls, morgen nach Toronto und am Samstag bei brauchbarem Wetter dann noch die Niagara Fälle von der US-amerikanischen Seite aus, zumal das ohnehin auf dem Weg liegt. Unterwegs regnete es kurz, aber in Niagara Falls war das Wetter – wie vorhergesagt – sehr gut.

Die Niagara Fälle haben mich sehr beeindruckt. Rund 400 Fotos habe ich im Umfeld der Wasserfälle „geschossen“. Dabei war ich weder auf dem Skylon Tower, noch bin ich mit dem Boot gefahren. Die Zeit verging doch recht schnell und während die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der UEFA Euro 2016 ausschied, hieß es zumindest für heute Abschied nehmen.

Kurz vor 18 Uhr traf ich im Days Inn in Hamilton ein. Das ist mein Domizil für die kommenden beiden Nächte und das ist die Location mit dem bislang besten Hotel-WLAN. Gut so, denn dadurch kann ich die an den Niagara Fällen aufgenommenen Fotos direkt in der Cloud sichern.

Den Abend ließ ich im unweit des Hotels durch Zufall entdeckten Black Forest Inn ausklingen. Dieses Restaurant verspricht deutsche Spezialitäten und ich muss sagen, das klappt sehr gut, obwohl das Personal offenbar durchweg kanadisch ist. So habe ich erstmals auf dem amerikanischen Kontinent ein Cordon Bleu gegessen, das noch dazu richtig gut war.

Im Autoradio habe ich hier in der Gegend bislang 97 Rock auf 96,9 MHz gehört. Der Classic Rock Sender für den Raum Buffalo auf der US-amerikanischen Seite ist auch in Hamilton noch leidlich zu empfangen.

Die kanadischen Mobilfunknetze haben auf den ersten Blick einen guten Eindruck hinterlassen. Auf Überlandfahrten habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass der Abstand zwischen zwei Basisstationen offenbar so gewählt wurde, dass es gerade eben noch für eine durchgehende Verbindung reicht. Immer wieder ist das Signal recht schwach. Auch die LTE-Versorgung ist in ländlichen Regionen nicht ganz so gut wie in den USA.

Mein Apple iPhone SE mit Vodafone-SIM-Karte roamt im Netz von Rogers Wireless. Das Huawei Mate 8, das für die Prepaidkarte von T-Mobile US zum Einsatz kommt, ist bei Telus eingebucht. Dabei kann ich mit beiden Karten die gleichen Tarife wie im jeweiligen Heimatnetz nutzen.

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