„In den USA hast Du überall WLAN“: Stimmt das wirklich?

USA-Reisende berichten immer wieder, hierzulande habe man praktisch überall einen WLAN-Internet-Zugang zur Verfügung. Dabei spiele es keine Rolle, ob man nun im Hotel oder in einer Pension, im Restaurant oder in einer Shopping Mall unterwegs ist, um nur einige Beispiele zu nennen.

WLAN-Hotspot in einer amerikanischen Shopping Mall

WLAN-Hotspot in einer amerikanischen Shopping Mall

Ich habe hier 20 GB auf meiner deutschen Vodafone-Karte und 10 GB bei T-Mobile US zur Verfügung. Zudem kann ich bei T-Mobile Webradio hören, ohne dass dafür Datenvolumen berechnet wird. Dennoch greife ich gerne auf WLAN-Hotspots zurück – etwa um Fotos in der Dropbox zu sichern oder Video-Downloads von TV-Sendungen zu machen.

Meine Erfahrungen mit WLAN-Hotspots in den USA sind allerdings mehr als durchwachsen. Mit Quality of Service hat das ungefähr so viel zu tun wie Grönland mit dem Klima in der Sahara. Ja, in den Hotels gibt es meistens WLAN. Dieses ist aber oft sehr langsam. Je nach Lage des Zimmers kann auch der Empfang schwächer sein oder die Performance schwankt je nach Auslastung des Hotspots.

Besonders nervig sind die WLAN-Zugänge, bei denen nach dem Login zuerst eine Vorschaltseite erscheint, wo man die AGB akzeptieren muss oder was auch immer. Das ist am MacBook und am iPad Pro kein Problem, auf einem iPhone SE mit seinem kleinen Bildschirm ist das aber durchaus fummelig.

In Facebook-Gruppen, wo es um Urlaub in den USA geht, wurde vor einigen Monaten über das Thema diskutiert, ob die WLAN-Hotspots ausreichen oder ob es vielleicht doch besser ist, sich auch um eine lokale Prepaidkarte für den Internet-Zugang zu kümmern. Für mich – gerade nach den jetzt einmal bewusst gemachten Erfahrungen – völlig unverständlich war es, dass die meisten Teilnehmer angaben, ihnen reiche die WLAN-Versorgung völlig aus.

Für mich ist das nicht nachvollziehbar. Ich möchte das Internet nutzen, wenn ich gerade Zeit und Lust dazu habe und nicht dann, wenn vielleicht gerade der Hotel-Hotspot Lust und Laune hat, zu funktionieren.

Das WLAN hier im Hotel in Detroit ist das beste Beispiel. Von „ich komme nicht mal rein“ bis „es ist so schnell wie meine VDSL-Verbindung zuhause“ habe ich in den vergangenen zwölf Stunden so ziemlich alles erlebt. So sehe ich es als nette Ergänzung zu LTE und UMTS, um auch einmal ungetaktet Daten übertragen zu können. Das als alleinige Internet-Anbindung käme für mich aber niemals in Frage.

2 Antworten to “„In den USA hast Du überall WLAN“: Stimmt das wirklich?”

  1. Max Says:

    Das sind auch meine Erfahrungen mit WLAN Hotspots in Nordamerika. Ja, es gibt generell deutlich mehr davon als in Deutschland, aber effektiv nutzbar sind nur sehr wenige. Ich würde daher auch jedem raten, eine SIM Karte mit entsprechend Volumen dabei zu haben, alles andere macht auch in den USA und Kanada keinen Spaß.

  2. Ralph A. Schmid Says:

    Ohne je in den USA gewesen zu sein, ich reise viel in Deutschland, übernachte oft in Hotels, und ich verlasse mich ebenfalls primär auf meine mitgebrachte Mobilfunktechnik, das Hotel-WLAN in Deutschland nutze ich kaum mal, ist doch LTE fast schon wie ein deutschlandweites WLAN🙂

    Mir geht es da wie Markus, ich will nicht irgendwann mal zufällig Internet haben, sondern genau dann, wenn mir so ist, und das dann auch ohne Spaßbremsen wie Vorschaltseiten, Anmeldeprozeduren, Portsperren, überlastete oder gar defekte Zubringer.

    Viele sind da offenbar schmerzfreier, ich aber nicht, ebenso meine Frau nicht, und deren Mutter ist auch so drauf. Internet muß sein, schnell, immer, überall.

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