Saint Louis: Von „W“ nach „K“

Heute bin ich sehr früh aufgestanden, denn zum einen stand eine weite Fahrt auf dem Programm und zum anderen wollte ich mein Ziel, Saint Louis im US-Bundesstaat Missouri, möglichst früh erreichen. Für heute haben die Meteorologen nämlich noch schönes Wetter vorausgesagt, während es morgen den ganzen Tag regnen soll.

Das Wahrzeichen von Saint Louis

Das Wahrzeichen von Saint Louis

So war ich bereits gegen 7 Uhr unterwegs. Dabei durchquerte ich nach Tennessee auch Kentucky und Illinois. Einen Zwischenstopp legte ich vor allem zum Tanken in Vienna ein. Auf dem Weg dorthin hatte ich bereits eine starke Regenfront durchfahren. In Tennessee war das Wetter nämlich schon heute nicht mehr wirklich gut.

Gegen 12 Uhr fuhr ich über den Mississippi und erreichte somit Saint Louis in Missouri. Das ist ist nur das heutige Etappenziel, sondern auch der westlichste Punkt der Reise. Apropos Westen: Mit dem Überqueren des Mississippi habe ich auch die „Rufzeichen-Grenze“ für US-amerikanische Radiostationen überquert. Westlich des Flusses beginnen die Rufzeichen mit dem Buchstaben K, östlich davon mit einem W.

In der Tat konnte ich schon mehr als 70 Meilen vor Saint Louis mehrere Stationen im Autoradio hören, die das K am Beginn ihrer Kennung hatten. Am besten gefällt dabei bislang der hiesige Rocksender, KSHE 95, der de facto auf 94,7 MHz sendet und offenbar keiner der beiden großen Dachorganisationen iHeartradio bzw. Radio.com angehört. Das lässt hoffen, dass der Stream auch ohne Tricks in Deutschland zu empfangen ist.

Die Mittagszeit nutzte ich zuerst für eine ausgiebige Fotosession am Mississippi. Danach war ich kurz in der Innenstadt unterwegs, die allerdings keine echten Highlights bietet. Am Nachmittag war ich dann auf dem Gateway Arch, dem Wahrzeichen der Stadt. Diese Idee hatten noch andere Saint-Louis-Besucher, so dass die Wartezeiten trotz „zugeteilter“ Uhrzeit für den Besuch recht groß waren. Es hat sich aber gelohnt, denn vom Gateway Arch aus hat man einen hervorragenden Ausblick auf die Umgebung.

Mein Hotel in Saint Louis ist das Red Roof Inn Forest Park. Zu diesem habe ich allerdings ein etwas gespaltenes Verhältnis. Positiv: Es bietet das bisher beste WLAN auf dieser Reise, während das WiFi in Nashville praktisch nicht nutzbar war. So kann ich alle Fotos von gestern und heute in der Cloud sichern.

Ebenfalls positiv: ESPN 2 ist im Hausnetz eingespeist. So kann ich morgen über den Fernseher in meinem Zimmer das Fußball-EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Italien sehen. Wenn es sowieso regnet, kann ich mir auch das Spiel ansehen.

Negativ: Das Zimmer ist fast so klein wie oft in Italien und der Safe funktioniert nicht. Letzteres ist besonders ärgerlich, denn so muss ich immer alle Wertsachen mitnehmen, wenn ich unterwegs bin.

Zweiter Minuspunkt: Es gibt hier im Hotel kein Frühstück. Das kenne ich zwar von der amerikanischen Westküste. Im Osten der USA bin ich es hingegen gewohnt, dass man auch ein Frühstück angeboten bekommt.

Bei aller Begeisterung für WLAN und ESPN 2: Das ist das erste Hotel der Reise, wo ich mich ganz sicher nicht mehr hin verirren werde, denn dank der erwähnten Minuspunkte stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht. Umgerechnet und 270 Euro sind unter diesen Umständen für zwei Nächte absolut nicht akzeptabel. Für diesen Preis machen andere bereits eine einwöchige Pauschalreise nach Malle. Egal, für zwei Nächte wird es gehen und – wie erwähnt – das Hotel hat auch seine Vorteile.

Nun bin ich gespannt, ob der Regen morgen wie erwartet schon morgens da ist. In diesem Fall würde ich morgen weitgehend „Urlaub vom Urlaub“ machen und einen gemütlichen Tag einlegen – ggf. vormittags mit einem Bummel durch eine Mall. Nachmittags nach hiesiger Zeit wartet dann das Länderspiel.

2 Antworten to “Saint Louis: Von „W“ nach „K“”

  1. Torsten Says:

    Sehr interessante Berichte aus den USA. Würde mich freuen , noch ein Foto vom Radio-/Entertainmentsystem aus deinem Leihwagen zu sehen. Was für einen Wagen hast du?

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