Avast: Wenn der Virenscanner Internet-Zensur betreibt

Schon zu Windows-Zeiten habe ich die kostenfreie Version von Avast gerne als Virenschutz verwendet. So war es für mich keine Frage, dass ich genau diesen Virenscanner auch auf meinen mittlerweile drei Macs verwende. Schließlich gibt es auch für OS X mittlerweile Viren und zumindest rein theoretisch ist der Mac sogar eines der unsichersten Betriebssysteme, wobei der Lücken bislang weitgehend noch nicht ausgenutzt werden.

Avast mit massivem Bug

Avast mit massivem Bug

Was mir bei Avast am Mac nie gefallen hat: Ob ich wollte oder nicht – die Software hat bei einem Komplett-Scan auch den NAS-Server nicht ausgelassen, was unter dem Strich dazu geführt hat, dass ich einen solchen Scan nie durchführen konnte, da er gefühlt Monde gedauert hätte. In der vergangenen Woche ist aber ein Problem aufgetreten, das mich dazu veranlasst hat, Avast umgehend von meinen Macs zu entfernen.

Gegeben seien drei Webseiten, die mehr oder weniger zufällig fast zeitgleich auf einen anderen Server umgezogen sind. Das wiederum wusste ich zunächst gar nicht. Ich stellte nur fest, dass ich die Seiten nicht mehr erreichen konnte. Dabei spielte es keine Rolle, ob ich den zum Betriebssystem gehörenden Safari-Browser oder Google Chrome verwendet hatte.

Später stellte ich fest, dass ich die Seiten unter Windows weiterhin aufrufen kann. Also ein Mac-Problem, das allerdings auf allen drei Apple-Rechnern in meinem Haushalt gleichermaßen auftritt.. Doch halt: Wenn ich nicht über meinen VDSL-Anschluss online gehe, sondern beispielsweise über LTE von der Deutschen Telekom, dann kann ich die Seiten weiterhin auch mit dem Mac erreichen.

Ein Mac-Problem in Verbindung mit meinem Router, der AVM FRITZ!Box 7490? Die fraglichen Seiten waren sogar dann erreichbar, wenn ich über den TP-Link-Router online ging, der am gleichen VDSL-Anschluss hängt, mir aber eine schweizerische IP-Adresse auswirft. Schon freundete ich mich mit dem Gedanken an, vielleicht doch mal über einen anderen Router nachzudenken, da wendete sich plötzlich das Blatt.

Ich schaltete testweise in Avast den Web-Schutz aus und siehe da: Alle Internet-Seiten waren wieder wie gewohnt zu erreichen. Wohlbemerkt: Browser-Plugins von Avast hatte ich immer deaktiviert oder sogar deinstalliert. Dennoch trat der beschriebene Fehler auf. Dabei suggerierten die Browser, dass die betroffenen Seiten nicht antworten, eine Fehlermeldung von Avast gab es nicht. Selbstredend habe ich mich von dieser Software umgehend getrennt.

2 Antworten to “Avast: Wenn der Virenscanner Internet-Zensur betreibt”

  1. Steffen Prey Says:

    Ich kann Dir auch für Mac nur wärmstens den Bitdefender ans Herz legen. Natürlich kostet er ein paar Euro, aber Du findest im Netz einige Rabattcoupons, um den Preis zu senken. Für mich und meine Kunden ist es die beste Softwarelösung in diesem Bereich.

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