Kultradio gibt es jetzt auch als App

Zu Jahresbeginn ist in Bayern mit Kultradio ein spannendes Radioprojekt an den Start gegangen. Wie es der Name des Senders verspricht werden hier vor allem Kulthits der letzten 30 Jahre ausgestrahlt. So habe ich selbst in den USA, wo ich mich im Januar aufgehalten hatte, den Sendestart verfolgt.

Kultradio-App auf dem iPhone 6 Plus

Kultradio-App auf dem iPhone 6 Plus

Wurde Kultradio zunächst über DAB+ landesweit in Bayern sowie per Livestream im Internet ausgestrahlt, so sind jetzt auch die Apps für iOS und Android verfügbar. Hier gibt es den Livestream inklusive Titelanzeige und eine Weck-Funktion.

Zur Titelanzeige gibt es auch einen „Kaufen“-Button, der mich als iPhone-Nutzer zu iTunes schickt. Besonders spannend: Wenn der User ein Abonnement für Apple Music besitzt, wird er anstelle des iTunes Stores zum Musik-Streaming-Dienst geschickt, so man den Song oder das ganze Album hören und auf Wunsch auch zur eigenen Musikbibliothek hinzufügen kann.

Was mir fehlt ist die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Stream-Qualitäten zu wählen. So bietet Kultradio unter der Adresse ice.kultradio.fm/kult48.opus.m3u einen Stream mit nur 48 kBit/s an, der sich für die mobile Nutzung hervorragend eignet, während man im heimischen WLAN vielleicht unter ice.kultradio.fm/kult128.aac.m3u mit 128 kBit/s zuhören möchte.

Ich selbst würde mir vor allem wünschen, dass der aus Kostengründen für den landesweiten bayerischen Digitalradio-Multiplex im Kanal 10D abgeschaltete Sender Alzenau (Hahnenkamm) wieder in Betrieb genommen wird. Dann nämlich könnte ich Kultradio nicht nur zuhause, sondern auch im Autoradio über DAB+ empfangen.

Sympathisch ist Kultradio aus meiner Sicht nicht nur wegen seiner sehr gefälligen Musikfarbe, sondern weil es sich um das Projekt eines mittelständischen Unternehmens handelt, wo der Chef auch noch selbst am Mikrofon sitzt und ein kleines, engagiertes Team das beste für seine Hörer herausholt – so wie ich es in den 80er Jahren bei den Privatradio-Pionieren wie Radio Brenner, Radio M1 oder Radio C kennengelernt habe. Das gibt es in der heutigen Radiolandschaft leider fast überhaupt nicht mehr.

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