Aqua Mail derzeit bester E-Mail-Client für Android

22. Oktober 2014

In den vergangenen Monaten kämpfte ich mit einigen Problemen, wenn es um die E-Mail-Verwaltung unter Android ging. Die meisten Android-Nutzer verwenden Gmail. Allerdings macht das für mich als Besitzer einer eigenen Domain keinen Sinn. Zudem möchte ich ja auch meine geschäftlichen E-Mails am Smartphone und Tablet empfangen und mir gefällt die nicht abschaltbare Konversationsansicht bei Gmail überhaupt nicht.

Vor einigen Monaten war ich mit dem HTC One (M8) Dual-SIM unterwegs. Der integrierte E-Mail-Client “verbog” regelmäßig meine SMTP-Einstellungen, so dass der Versand von E-Mails erst nach einer Neueingabe aller Daten wieder möglich war. Inzwischen besitze ich ein Samsung Galaxy S5, das den gleichen Fehler aufweist, während ich mit dem früher verwendeten Samsung Galaxy Note 3 das Problem nicht hatte.

Wenn ich das Motorola Moto G Dual-SIM (2013) verwende, so laufen E-Mail-Versand und -Empfang völlig problemlos. Motorola verwendet den Original-Android-E-Mail-Client, wie wir ihn auch von Nexus-Smartphones kennen. Der Fehler liegt also nicht am Android-System, sondern an den von den Herstellern angepassten E-Mail-Programmen.

Installiere ich den Stock-Android-E-Mail-Client beispielsweise auf dem Samsung Galaxy S5 nach, so funktioniert dieser ebenfalls einwandfrei. Allerdings bietet dieser in der nachinstallierbaren Version keine ActiveSync-Unterstützung, so dass ich auf diesem Weg mein Microsoft-Exchange-Postfach nicht verwenden kann. Die parallele Nutzung zweier E-Mail-Apps auf einem Smartphone ist nun aber auch nicht gerade der Traum meiner schlaflosen Nächte.

Aqua Mail hinterlässt guten Eindruck (Foto: Google Play Store)

Aqua Mail hinterlässt guten Eindruck (Foto: Google Play Store)

Das hochgelobte K9 Mail scheidet aus, da es Microsoft Exchange nicht unterstützt. Das ist eigentlich unverständlich, denn zumindest der Outlook Web Access sollte sich doch integrieren lassen. Genau das macht Aqua Mail, eine weitere E-Mail-Software für Android. Die Anwendung kostet in der Vollversion 3,77 Euro. Diesen Betrag habe ich gerne investiert, denn die App macht genau das, was ich brauche und was ich haben möchte.

Ich kann meine drei IMAP-Accounts und meinen Exchange-Account in einer App verwalten. Die geschäftlichen E-Mail-Postfächer lassen sich während des Urlaubs abschalten. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und durchdacht und man kann so ziemlich alles einstellen, was den Empfang und Versand elektronischer Post betrifft.

Alle Einstellungen lassen sich sichern und auch wiederherstellen. So habe ich die zunächst testweise am Moto G Dual-SIM (2013) vorgenommenen Einstellungen auch schnell und unkompliziert auf das Galaxy S5 übertragen. Alles in allem bin ich bis jetzt sehr zufrieden, wobei sich im Dauerbetrieb natürlich noch zeigen muss, wie gut Aqua Mail wirklich ist.

Probleme und Einschränkungen? Gibt es! Die App nennt sich Aqua Mail und nicht Aqua Kalender und Adressen. Sprich: Diese Daten aus dem Exchange-Account muss weiterhin die zum Betriebssystem des Smartphones gehörende App beisteuern, was jedoch nicht weiter schlimm ist. Man lässt den Zugang eingerichtet und schaltet lediglich die E-Mail-Synchronisation aus.

Benachrichtigungen auf der Pebble Smartwatch zu bekommen ist eine echte Herausforderung. Es funktioniert nur, wenn man das ansonsten dauerhaft in der Statusbar des Smartphones eingeblendete Aqua-Mail-Logo über das Menü ausschaltet (wobei hier eine Warnung zu lesen ist, nach der die App die Anzeige des Logos für den ordnungsgemäßen Betrieb benötigt; mir sind nach der Abschaltung allerdings noch keine Besonderheiten aufgefallen).

Zur Not würde ich auf die Pebble-Benachrichtigungen auch verzichten, zumal ich mich auf der Uhr ohnehin nur über private E-Mails (die ich eher selten bekomme) informieren lasse. Wenn Aqua Mail weiter so gut funktioniert wie zum Start, dann wäre das Problem E-Mail auf der Android-Plattform Vergangenheit. Schade nur, dass Samsung und HTC nicht von Haus aus einen Client anbieten, der reibungslos funktioniert.

Apple-Fail 2014: Das hätte es unter Steve so nicht gegeben

21. Oktober 2014

Apple feiert gerade neue Milliardengewinne. Dazu haben vor allem auch die neuen iPhone-Modelle beigetragen, die seit gut einem Monat erhältlich sind. Auch ich habe mir ein iPhone 6 Plus zugelegt. Bislang bin ich von diesem Gerät absolut begeistert, zumal ich mir schon lange ein Phablet mit iOS-Betriebssystem gewünscht habe. Dennoch habe ich den Eindruck, dass bei Apple in diesem Jahr alles nicht so richtig rund läuft.

Los ging es bereits am Abend der Keynote, auf der wir die neuen iPhones, Apple Pay und auch die Apple Watch bestaunen durften – oder auch nicht, denn der Livestream vom Event war quasi unbenutzbar. Fast schon Tradition hat die Unbenutzbarkeit des Online-Stores von Apple direkt nach der Freigabe der Vorbestellungen für das jeweils neue iPhone. Das war auch in diesem Jahr nicht anders.

Apple Store in Frankfurt am Main

Apple Store in Frankfurt am Main

In der folgenden Woche wurde iOS 8 ausgeliefert. Hier durften sich Nutzer trotz einer mehrmonatigen Testphase zunächst über massive Probleme ärgern, so zum Beispiel einen immer wieder aussetzenden Internet-Zugang. Natürlich gibt es Abhilfe, indem man das iPhone kurz in den Flugzeugmodus versetzt und anschließend die Netzverbindungen wieder zulässt. Dennoch hätte die Firmware in diesem Zustand niemals freigegeben werden dürfen.

Kaum erhalten die ersten Interessenten ihr iPhone 6 bzw. iPhone 6 Plus, schon gibt es Berichte darüber, dass sich die Geräte teilweise sehr leicht verbiegen – selbst bei sorgsamer Nutzung. Das scheint ein wirklich ernstes Problem zu sein, auch wenn ich bislang nicht betroffen bin. Sorgen macht mir in diesem Zusammenhang vor allem die Art und Weise, wie Apple als Hersteller und auch die Netzbetreiber mit dem Mangel offenbar umgehen.

Hätte ich die 1.000 Euro für das iPhone 6 Plus besser in den nächsten Urlaub investieren und auf das iPhone 6 Plus S im kommenden Jahr warten sollen? Es scheint in der Tat so zu sein. Ein gutes Gefühl habe ich jedenfalls nicht, auch wenn ich mein Handy fast nie in der Hosentasche transportiere, das dies auch empfangstechnisch gesehen der denkbar ungünstigste Ort für ein Mobiltelefon ist.

Nach dem Bentgate kam das Update-Gate. iOS 8.0.1, wir erinnern uns: Nach Einspielen des angeblichen Bugfixes hatten iPhone 6 und iPhone 6 Plus plötzlich keinen Mobilfunkempfang mehr. Auch wenn manche Nutzer vielleicht diese Art der Kostenkontrolle zu schätzen wussten: Die allermeisten Kunden hatten sich ein Bugfix-Update sicherlich anders vorgestellt.

Ich war an besagtem Abend noch mit anderen Themen beschäftigt (die neuen Vodafone-Tarife sickerten gerade durch), sonst hätte ich auch das Update durchgeführt und anhand eines Apple-Support-Dokuments ein Downgrade auf iOS 8.0 durchführen müssen. Eineinhalb Tage später kam mit iOS 8.0.2 der Bugfix für den Bugfix, der aber gar kein Bugfix war, denn die Probleme mit mobilen Datenverbindungen gab es auch damit. Nun bin ich gespannt, ob sich das möglicherweise mit iOS 8.1 ändert.

Fast schon eine Kleinigkeit ist es da, dass ein Kumpel iMessage immer wieder neu anmelden musste, da seine Rufnummer immer wieder “wie von Geisterhand” für diesen Dienst deaktiviert wurde. Das ist allerdings nicht nur ärgerlich, sondern kostet zudem jedes Mal eine SMS ins Ausland.

Die nächste Enttäuschung lieferte Apple mit der Vorstellung der neuen iPad-Generation in der vergangenen Woche. Ist das iPad Air 2 eine durchaus sinnvolle Weiterentwicklung der ersten Version des Tablets, so komme ich mir beim iPad mini 3 ehrlich gesagt verarscht vor. Apple will uns hier also ein lediglich um einen Fingerabdruck-Sensor erweitertes iPad 2 zum vollen Preis verkaufen. Mit Prozessor etc. des Geräts vom vergangenen Jahr.

Kein Wunder, dass das kleine Tablet auf der Keynote mehr oder weniger nur in einem Nebensatz erwähnt wurde. Wer nicht unbedingt richtig viel Speicher braucht, kann demnach unbesehen zum Modell aus dem Vorjahr greifen, ohne große Nachteile zu haben. Traurig ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass man das iPad mit 7,9-Zoll-Display nur mit dem “alten” Prozessor bekommt. Da werden Erinnerungen an das iPad mini 1 wach, in dem weitgehend die Technik des iPad 2 steckte.

Wirklich beeindruckt hat der neue iMac mit 5K-Display. Dieser Rechner hinterlässt zumindest auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Dafür soll der neue Mac mini zumindest in der kleinsten Ausführung in Benchmark-Tests sogar schlechter als sein zwei Jahre alter Vorgänger aussehen.

Das ist sie nun also, die angekündigte beste Produktpalette, die Apple je hatte. So richtig beeindruckt bin ich bislang ehrlich gesagt nicht. Eher schon stimmt mich das, was der Hersteller in den vergangenen eineinhalb Monaten abgeliefert hat, sehr bedenklich. Das, und davon bin ich überzeugt, hätte es unter Steve so niemals gegeben.

iPad mini 2 auf iOS 8.1 aktualisiert

21. Oktober 2014

Mein iPad mini 2 ist ab sofort auf der aktuellen Firmware-Version iOS 8.1. Das Tablet hat das neue Betriebssystem über Nacht über das Hotel-WLAN hier in Orlando geladen, so dass ich heute früh quasi auf Knopfdruck die Aktualisierung einspielen konnte.

iOS 8.1 am iPad mini installiert

iOS 8.1 am iPad mini installiert

Auf den ersten Blick sind mir keine Veränderungen aufgefallen, wobei ich auch bisher keine Bugs am iPad beklagt habe. Spannender wird das schon am iPhone 6 Plus, bei dem einige Apps bislang nicht sauber liefen, die auf jedem anderen iOS-Gerät problemlos nutzbar sind..

Mein iPhone 6 Plus liegt allerdings zuhause in Deutschland, so dass es – genau wie beim iPad 3 – noch einige Tage dauert, bis ich das Update einspielen kann. Auch das Yosemite-Update am MacBook Air und am iMac stehen für kommende Woche auf der Agenda.

Windows Phone zeigt Schwächen beim Upload von Fotos

20. Oktober 2014

Das Nokia Lumia 1020 wurde eigentlich speziell als Kamera-Handy entwickelt. Die Fotografie beherrscht das Gerät auch wirklich besser als so ziemlich jedes andere Smartphone. Wenn es aber darum geht, die aufgenommenen Fotos zu teilen, versagt das Gerät zum Teil kläglich.

Immer wieder versuche ich während meines USA-Aufenthalts Fotos vom Nokia Lumia 1020 zu Facebook hochzuladen. In den meisten Fällen klappt das allerdings nicht. Stattdessen wird der Vorgang mit einer Fehlermeldung abgebrochen.

Wie mir scheint benötigt das Windows Phone einen besonders schnellen und performanten Internet-Zugang, um Foto-Uploads zu Facebook zu ermöglichen. Einen solchen hat man mobil natürlich nicht immer zur Verfügung.

Workaround ist es für mich derzeit, mir das Foto, das ich zu Facebook hochladen möchte, über WhatsApp oder Telegram zum Motorola Moto G Dual-SIM zu schicken. Vom Motorola-Handy aus klappte der Facebook-Upload bislang in 100 Prozent aller Fälle.

Wodurch das Problem mit dem Nokia Lumia 1020 verursacht wird, ist mir unklar. Der Fehler trat auch vor dem vor kurzem installierten Firmware-Update auf. Gespannt bin ich, ob sich der Bug auch in Deutschland nachvollziehen lässt, wenn ich im Lumia eine Vodafone-SIM betreibe, während hier in den USA eine Karte von H2O Wireless (AT&T-Netz) im Gerät steckt.

Mobiles Internet in Florida: AT&T hat die Nase vorn

19. Oktober 2014

Seit etwas mehr als einer Woche bin ich nun im Süden, im Südwesten und jetzt in der Mitte Floridas unterwegs. Mit dabei habe ich SIM-Karten von T-Mobile US und H20 Wireless, das als virtueller Provider im Netz von AT&T arbeitet.

Meine bisherigen USA-Reisen, die mich vor allem in den Südwesten des Landes geführt haben, zeigten, dass es ähnlich wie in Deutschland kaum sinnvoll ist, sich für den mobilen Internet-Zugang auf nur ein Netz zu verlassen. Mal ist T-Mobile besser, mal AT&T. Dabei bietet T-Mobile von Vorteil von National Roaming, so dass man oft auch dann telefonieren kann, wenn der eigene Betreiber nicht mit eigenem Netz vertreten ist.

H2O Wireless bietet einen guten Internet-Zugang

H2O Wireless bietet einen guten Internet-Zugang

Hier in Florida ist die Situation deutlich anders. Während AT&T fast überall einen guten Internet-Zugang bietet, ist die Performance bei T-Mobile US deutlich schlechter. Für WhatsApp, Facebook usw. reicht auch das T-Mobile-Netz völlig aus. Wer aber auch einmal das Notebook oder Tablet per Tethering versorgen möchte, ist mit AT&T besser bedient.

Es kommt dazu, dass die National-Roaming-Abkommen von T-Mobile – wie bereits beschrieben – in Florida nicht so ganz nachvollziehbar sind. Dort, wo man ein Roaming gebrauchen könnte, fährt man kilometerweit ohne Funkversorgung, während es umgekehrt Gegenden mit eigener Funkversorgung gibt, wo aber dennoch zusätzlich National Roaming angeboten wird.

Gestern Abend wollte ich Bundesliga bei BILD hier in Orlando nutzen. Das Hotel-WLAN war allerdings völlig unbrauchbar, da vermutlich zeitgleich noch zahlreiche andere Gäste die Idee hatten, parallel den kostenlosen Internet-Zugang zu nutzen. Tethering mit T-Mobile war keinen Deut besser, während ich mit der im AT&T-Netz funkenden SIM von H2O Wireless in guter Qualität die Zusammenfassungen aller Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sehen konnte.

Echte Speedtests verkneife ich mir. Ich habe zwar in beiden Netzen Flatrates zur Verfügung (die in den USA nicht selbstverständlich sind, je nach Tarif wird die Datenverbindung nach Verbrauch des Inklusivvolumens auch einfach gekappt). Allerdings kann – ähnlich wie in Deutschland – die Performance gedrosselt werden, so dass das ungedrosselte Volumen “kostbar” ist.

Bundesliga live und in der Zusammenfassung in den USA: VPN macht’s möglich

18. Oktober 2014

Die Länderspiel-Pause ist vorbei. An diesem Wochenende rollt der Ball in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga wieder. Natürlich möchte ich trotz USA-Aufenthalt auf dem laufenden bleiben und die Bundesliga zumindest im Rahmen von Zusammenfassungen verfolgen (die Live-Sendezeiten sind für mich sehr ungünstig, zumal ich ja nicht zum Fußball gucken auf der anderen Seite des Atlantiks bin).

Bundesliga bei BILD in den USA ohne VPN

Bundesliga bei BILD in den USA ohne VPN

Getestet habe ich jeweils am iPad mini mit Retina-Display die Nutzung von Sky Go, Sky Bundesliga über Mobile TV von Vodafone und Bundesliga bei BILD. Das Ergebnis war jeweils das gleiche: Ich erhielt einen Hinweis auf dem Tablet-Display, dem zufolge das Angebot außerhalb Deutschlands nicht genutzt werden kann.

Also erinnerte ich mich Hide my Ass, einem VPN-Dienst, den ich schon einmal für ein Jahr gebucht hatte und der in der Regel sehr zuverlässig funktioniert. Meinen alten Account konnte ich sogar reaktivieren und so war ich innerhalb weniger Minuten mit einem Internet-Zugang mit deutscher IP-Adresse online. Auf diesem Weg waren die Angebote von Sky, Vodafone und BILD nun problemlos nutzbar.

Bundesliga bei BILD in den USA mit VPN

Bundesliga bei BILD in den USA mit VPN

Ich sehe mir nun die Zusammenfassungen über Bundesliga bei BILD an. Genial, dass dies zumindest über VPN auch in den USA funktioniert. Dabei hat mich zudem begeistert, dass Hide my Ass nun auch Apps für iOS und Android anbietet, die die Konfiguration auf dem Smartphone und Tablet deutlich vereinfachen.

Doppeltes Software-Update am Nokia Lumia 1020

18. Oktober 2014

Mein MacBook Air muss noch bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland auf die Installation von OS X 10.10 Yosemite warten. Das Update unterwegs durchzuführen ist mir dann doch etwas zu heikel, zumal mir ein aktuelles Time-Machine-Backup fehlt.

Als mir das Nokia Lumia 1020 nun aber die Verfügbarkeit eines Nokia-Updates signalisierte, habe ich dieses dann doch auf dem Smartphone installiert. Es dürfte sich um die Hersteller-spezifische Aktualisierung handeln, die die meisten Nutzer schon vor Monaten erhalten haben.

Nokia-Update am Lumia 1020 erhalten

Nokia-Update am Lumia 1020 erhalten

Mein Nokia Lumia 1o20 stammt allerdings von o2, da nur der Münchner Netzbetreiber das Gerät mit 64 anstelle der sonst üblichen 32 GB Speicherplatz angeboten hatte. o2 hat wiederum das Update auf Windows Phone 8.1 für seine Kunden aus welchen Gründen auch immer versiebt, so dass sich die Nutzer bis zur Aktualisierung auf Windows Phone 8.1 Update 1 gedulden mussten.

Beim Betriebssystem selbst bin ich dank Developer Preview auf dem aktuellen Stand, doch das Nokia-Update fehlte mir. Jetzt habe ich es auch auf meinem Gerät, wobei mir dadurch keine Änderungen aufgefallen sind.

Neue Windows-Phone-Version für Developer-Preview-Nutzer

Neue Windows-Phone-Version für Developer-Preview-Nutzer

Kaum war das Nokia-Update installiert, erhielt ich im Rahmen der Developer Preview auch noch eine Aktualisierung für das Betriebssystem. Auch nach Installation dieser Firmware sind mir keine Veränderungen bei den Funktionen aufgefallen. Ich vermute, dass vor allem Fehler bereinigt wurden.

Schafft Apple die SIM-Karte bei iPhone und iPad perspektivisch ab?

17. Oktober 2014

Eines der Hobbys von Apple scheint die Umstrukturierung im Bereich von SIM-Karten zu sein. Als erster Smartphone- und Tablet-Hersteller hat das Unternehmen 2010 die Micro-SIM eingeführt. Kaum hatte sich diese auch bei Mitbewerbern weitgehend durchgesetzt, folgte die noch kleinere Nano-SIM.

Apple macht keinen Hehl daraus, dass der Hersteller die SIM-Karte am liebsten gleich ganz abschaffen bzw. ins Gerät fest integrieren möchte. Dies scheitert bislang am Widerstand der Netzbetreiber. Mit der Apple-SIM, die das Unternehmen nun für das iPad Air 2 vorgestellt hat, ist ein erster Schritt in diese Richtung aber schon getan.

Das bedeutet für den Kunden auf den ersten Blick eine höhere Flexibilität beim Anbieterwechsel. Allerdings ergeben sich auch neue Einschränkungen. So machen bei der Apple-SIM in den USA bislang nur T-Mobile, AT&T und Sprint mit. Ist man aber Kunde eines Discounters wie H2O Mobile oder Metro PCS, so kann man die Apple-SIM nicht nutzen.

Apple-SIM startet kommende Woche (Foto: Apfeleimer.de)

Apple-SIM startet kommende Woche (Foto: Apfeleimer.de)

Solange sich die Karte austauschen lässt, ist das sicher kein Problem. Wenn sich Apple aber irgendwann mit der Idee der fest im Smartphone oder Tablet verankerten SIM durchsetzt, so ist das vermutlich weniger lustig, sobald der Kunde auf einen Netzbetreiber oder Provider zugreifen möchte, der keinen entsprechenden Vertrag mit Apple hat.

Schon jetzt zeigen die veröffentlichten Screenshots des Apple-SIM-Menüs Einschränkungen. So werden zwar die drei amerikanischen Netzbetreiber aufgeführt, die die neue Karte unterstützen. Es fehlen aber die beiden britischen Provider. Was aber passiert, wenn ein amerikanischer Kunde nach Großbritannien reist und dort Roaminggebühren sparen möchte, so dass er einen lokalen Tarif buchen möchte?

Was passiert mit Anbietern wie E-Plus, die keinen offiziellen Vermarktungsvertrag mit Apple haben? Unter iOS 7 konnten E-Plus-Kunden mit dem iPhone das LTE-Netz nicht nutzen. Muss ich mir das jetzt so vorstellen, dass ein solcher Anbieter bei einer möglichen künftigen fest integrierten iPhone-SIM dann auch nicht mehr ausgewählt werden kann?

Selbst wenn technisch die Möglichkeit besteht, beispielsweise im Urlaub einen lokalen Provider zu wählen, stellt sich die Frage, wo meine zum deutschen Handyvertrag gehörende Rufnummer “aufgehängt” wird, solange die Apple-SIM auf den ausländischen Provider registriert ist.

Irgendwie lässt die von Apple angestrebte Lösung noch sehr viele Fragen offen. Aktuell befürchte ich, dass aus der beworbenen größeren Flexibilität für die Kunden auch neue große Einschränkungen werden können. Man kann nur hoffen, dass die Apple-SIM (und mögliche Nachahmungen anderer Hersteller) auch längerfristig nur eine Option bleibt, nicht aber zu einem must have wird.

Merkwürdige National-Roaming-Verträge bei T-Mobile US

17. Oktober 2014

T-Mobile US bietet seinen Prepaidkunden im Gegensatz zum Mitbewerber AT&T auch National Roaming an. Damit hatte ich in der Vergangenheit beispielsweise die Möglichkeit, am Grand Canyon zu telefonieren, obwohl das Tochterunternehmen der Deutschen Telekom dort keine eigene Netzabdeckung bot. Auch in Zion Nationalpark hatte ich dank National Roaming Empfang.

Freud und Leid mit T-Mobile US

Freud und Leid mit T-Mobile US

Hier in Florida sind die Roaming-Abkommen von T-Mobile US allerdings etwas ungewöhnlich. In Key West, wo der Netzbetreiber eine gute eigene Abdeckung hat, buchte sich das Handy plötzlich bei AT&T ein. Also besteht für die Florida Keys ein National Roaming mit dem Mitbewerber.

Im AT&T-Netz hatte ich EDGE-Performance zur Verfügung, die Nutzung des vor Ort ebenfalls verfügbaren UMTS-Netzes war nicht möglich. Am wenigsten verstehe ich allerdings, warum sich das Motorola Moto G Dual-SIM (1. Generation) auch bei längerer Wartezeit nicht wieder ins eigene Netz eingebucht hat. Hier musste ich manuell nachhelfen.

Bei der gestrigen Fahrt durch die Everglades hatte T-Mobile US über eine sehr lange Strecke tatsächlich keine Netzabdeckung. Auch AT&T wies Lücken auf, war aber weitgehend verfügbar. Hier gab es allerdings komischerweise kein National Roaming, obwohl dies viel wichtiger wäre als in Key West. Das muss man nicht verstehen.

Abseits dessen bin ich mit T-Mobile US aber nach wie vor sehr zufrieden. Wenn man die SIM-Karte einmal im Jahr mit mindestens 100 Dollar auflädt, bleibt sie aktiv. Der Account lässt sich via Internet auch von Deutschland aus administrieren. AT&T-Karten lassen sich dagegen kaum bis zum nächsten USA-Aufenthalt erhalten und müssen immer wieder neu gekauft werden – mit neuer Rufnummer.

Navi-Apps versagen bei fremdsprachigen Straßennamen

16. Oktober 2014

Wenn man auf Reisen ist, ist ein Navigationsgerät durchaus praktisch. Heutzutage reicht natürlich auch ein Smartphone mit entsprechender Software völlig aus. Ich spare mir beispielsweise seit Jahren die Buchung eines GPS-Empfängers für den Mietwagen – egal ob ich wie im Moment in den USA unterwegs bin oder ob ich wie an Ostern die Freizeit auf den Kanarischen Inseln verbringe.

Here Maps+ auf dem Nokia Lumia 1020

Here Maps+ auf dem Nokia Lumia 1020

Hier in den USA habe ich sehr gute Erfahrungen mit Here Drive+, der kostenlosen Onboard-Navi-Software auf den Nokia-Lumia-Smartphones, gemacht. Auf Teneriffa waren die Navigations-Anweisungen dagegen teilweise unklar oder sogar falsch, so dass ich auf Google Maps ausgewichen bin, das auch hier in den USA gute Dienste leisten würde, wenn ich nicht ohnehin das Nokia Lumia 1020 mit dabei hätte.

Ein völliges Desaster bei beiden Apps ist allerdings die Ansage fremdsprachiger Straßennamen. So werden die englischen Namen hier eingedeutscht, was sich nicht nur komisch anhört, sondern zudem für Verwirrung sorgt. Warum kapieren weder Google noch Here Maps, dass man Menü und Ansagen zwar deutschsprachig nutzen möchte, Bezeichnungen von Straßen aber natürlich in der Originalsprache erfolgen sollten?

Die einzige Alternative ist es derzeit wohl, die gesamte Software in englischer Sprache zu nutzen. Eine gute Freundin von mir nutzt unter anderem aus diesem Grund ihr gesamtes Handy seit Jahren in englischer Sprache. Das aber kann es ja eigentlich nicht sein.

Aktuell lebe ich mit den etwas merkwürdig klingenden Bezeichnungen bei den Ansagen. Wenn alle Stricke reißen, hilft ein Blick auf das Display weiter. Dennoch wäre es wünschenswert, dass die Programmierer ihre Apps entsprechend nachoptimieren würden, wobei es mir nicht bekannt ist, ob es sich hier vielleicht nur um ein Problem bei Google und Here Maps handelt, während TomTom, Navigon und andere das möglicherweise besser hinbekommen.


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