DX-Camp mit Smartphone und Tablet: Der Twente SDR macht es möglich

24. Juli 2014

Wer in der zu Ende gehenden Woche hier mitgelesen hat, hat vermutlich mitbekommen, dass ich auf dem DX-Camp der ADXB in Döbriach in Kärnten bin. Ich übe das DX-Hobby seit meinem achten Lebensjahr aus. DX steht für Distanz X bzw. eigentlich für den Rundfunkfernempfang.

Im zarten Alter von acht Jahren habe ich den Radiowecker meiner Oma geerbt und darauf abends eher durch Zufall deutschsprachige Sendungen von Radio Prag und Radio Moskau entdeckt. Morgens hörte ich Radio Luxemburg sowie die Nachrichten und die britische Presseschau von der BBC London.

Mit den politischen Inhalten aus Prag, Moskau und London konnte ich als Achtjähriger noch nichts anfangen. Ich fand es aber faszinierend, dass es möglich war, mit einem einfachen Radiowecker auf Mittelwelle Rundfunkprogramme aus dem Ausland zu hören – noch dazu in deutscher Sprache.

Ein Jahr später war ich mit einem Radiorecoder von Intercord am Start, der auch über eine Kurzwellentaste verfügte. Hier war die Programmvielfalt noch größer. Auslandssender waren im Gegensatz zur Mittelwelle auch tagsüber zu empfangen.

In besten Zeiten sendeten rund 50 Länder in deutscher Sprache. Zudem war es interessant, auch Inlandsprogramme beispielsweise aus Afrika und Südamerika zu verfolgen. Man verstand hier zwar nicht, was gesprochen wurde, konnte aber die Art der Programmpräsentation verfolgen und sich der Musik erfreuen.

Im Laufe der Jahre hat sich vieles verändert. Der Kalte Krieg ist vorbei. Viele Kurzwellensendungen wurden daraufhin eingestellt. In den westlichen Industriestaaten kann man auch auf das Internet zurückgreifen, um Radio aus aller Herren Länder zu hören. Das klappt auch mit Smartphone und Tablet sehr gut.

Für reine Programmhörer ist die Vielfalt dank Internet in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Wer als Wellenjäger exotische Stationen empfangen möchte, hat jedoch das Nachsehen. Immer mehr Programme stellen ihre Tätigkeit auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle ein. Dazu kommen immer mehr Geräte wie Leuchtstoffröhren, Plasma-Fernseher oder Powerline-Router, die Störungen beim Kurzwellenempfang auch über die eigenen vier Wände hinaus verursachen.

Wer einmal wirklich ungestört Kurzwelle hören und sich mit Hobbyfreunden austauschen möchte, hat die Möglichkeit, DX-Camps zu besuchen. Das Camp hier in Döbriach findet jedes Jahr im Sommer statt und lässt sich ideal mit einem Urlaub im (zumeist) sonnigen Süden verbinden.

Hier bringt jeder seine eigenen Empfänger und Antennen mit. Man kann aber natürlich auch die Geräte der Hobbykollegen einmal testen. Das kann für Kaufentscheidungen recht hilfreich sein.

Twente SDR am iPhone 5s

Twente SDR am iPhone 5s

Wer zunächst einmal in die Kurzwelle hineinschnuppern möchte, braucht dafür seit einiger Zeit nicht einmal mehr einen eigenen Empfänger. Ein iPhone oder iPad oder ein Smartphone bzw. Tablet mit Android-Betriebssystem reicht aus.

Möglich macht dies der sogenannte Twente SDR. Dabei handelt es sich um ein Software Defined Radio, das im niederländischen Enschede steht und es ermöglicht, via Internet aus aller Welt Zugriff zu haben.

Kurzwellenempfänger im Internet sind nicht neu. Der Twente SDR ermöglicht aber den gleichzeitigen Zugriff einer dreistelligen Anzahl von Interessenten, die jeweils auch immer das hören können, was sie gerade hören möchten. Bei früheren Lösungen musste man sich immer absprechen, wer von den Hörern den Empfänger steuern darf.

Auch die Frequenzabstimmung und die Einstellung weiterer Parameter gelingt fast in Echtzeit. Man meint, ein rechtes Radio vor sich zu haben und nicht etwa eine Webseite, die im Browser des PC, Mac, Smartphone oder Tablet läuft. Die Nutzung erfordert keine Anmeldung und ist kostenlos.

Vom Computer aus greift man auf den Twente SDR über die Webseite websdr.ewi.utwente.nl:8901 zu. Speziell für die mobile Nutzung optimiert ist die Seite websdr.ewi.utwente.nl:8901/m.html.

Für iOS wird der Safari-Browser empfohlen, für Android der Firefos. Ich habe auf beiden Systemen aber erfolgreich auch den von mir bevorzugten Chrome verwendet. Unter Windows Phone und Blackberry 10 klappt die Audio-Wiedergabe dagegen nicht.

Neueinsteiger finden auf der Webseite der Assoziation deutschsprachiger Kurzwellenhörer (ADDX e.V.) Hörfahrpläne mit Programmen unter anderem in deutscher und englischer Sprache. Hier kann man sich Anregungen suchen, was wann und auf welcher Frequenz zu hören ist.

Blitzer.de-App funktioniert grenzübergreifend

24. Juli 2014

Seit eingen Jahren nutze ich die Apps von Blitzer.de auf dem iPhone, unter Android, Windows Phone und Blackberry 10. Darüber hinaus ist die Anwendung selbst für Symbian noch und für Firefox OS schon verfügbar. Unter iOS und Android habe ich die geringen Geldbeträge für die Pro-Versionen investiert.

Ich bin mit der App grundsätzlich sehr zufrieden. Unter iOS finde ich es allerdings etwas traurig, dass es selbst knapp zwei Jahre nach Veröffentlichung des iPhone 5 noch keine Anpassung an das 4-Zoll-Display gibt.

Blitzer.de Pro auf dem iPhone 5s

Blitzer.de Pro auf dem iPhone 5s

Zudem habe ich keine Chance, Warnung auf den internen Lautsprecher des iPhone zu leiten, wenn dieses per Lightning-Kabel mit dem Autoradio verbunden ist. Das ist in Ordnung, wenn man ohnehin gerade Webradio, Musik oder Podcasts mit dem iPhone über das Car-HiFi-System hört, sorgt aber dafür, dass man die Warnungen nicht mehr hört, wenn das Autoradio aktiv ist.

Für mich ist das kein Problem. Ich nutze dann eben ein anderes Smartphone für Blitzer.de. Wer jedoch – wie viele Menschen – nur ein Handy besitzt, hat so keine Chance, die von der App ausgegebenen Warnungen zu hören. Es bleibt dann nur das Aufladen am Zigarettenanzünder, der in meinem Fall jedoch für andere Handys genutzt wird.

Bislang habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, wo Blitzer.de überall funktioniert. Blitzer.de war aus meiner Sicht eben eine deutsche Anwendung. Allerdings bin ich dieser Tage beim Versuch, eine ähnliche Applikation auch für Österreich zu finden, nicht fündig geworden.

Blitzer.de funktioniert aber auch in Österreich und wie die Webseite des Anbieters verrät, stehen im Prinzip Daten aus aller Welt zur Verfügung. Dabei hängt es natürlich von der Community ab, wie viele Gefahrenstellen in welchen Ländern tatsächlich erfasst sind. Zumindest schadet es aber nicht, die App auch auf Auslandsreisen einzusetzen.

Netzbetreiber betreiben “Least-Cost-Routing”: Roaming-Probleme im Jahr 2014

23. Juli 2014

Die Handy-Nutzung im Ausland ist in den vergangenen Jahren immer günstiger geworden. Dazu hat die Regulierung durch die EU-Kommission maßgeblich beigetragen. Um noch etwas besser als die Konkurrenz dazustehen, haben die Netzbetreiber, Provider und Discounter auch eigene Roaming-Pakete geschnürt, die je nach Nutzungsverhalten nochmals günstiger sind.

Ich nutze seit dem Frühjahr die EU Reise Flat von Base. Diese hatte mir schon im April auf Teneriffa gute Dienste geleistet und auch jetzt auf der Reise durch Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien habe ich dank meines Base-Vertrags die Möglichkeit, ohne Mehrkosten zu telefonieren und den mobilen Internet-Zugang zu nutzen.

Es ist durchaus verständlich, dass die Netzbetreiber einige der früheren Roaming-Abkommen nicht mehr nutzen und den Zugang zu den entsprechenden Netzen abgeschaltet haben. Wenn die Unkosten im Netz A des Landes B deutlich höher sind als im Netz C des gleichen Landes, kann ich es gut verstehen, wenn Roaming in Netz A nicht mehr möglich ist.

Problematisch wird es, wenn man in Netz A zwar noch telefonieren und simsen kann, aber keinen Internet-Zugang zur Verfügung hat. Das Handy bucht sich nämlich dann dennoch unter Umständen in dieses Netz ein – und der Kunde wundert sich, warum der Internet-Zugang nicht zur Verfügung steht.

Blackberry Q5 mit simquadrat-Karte in Betrieb (Foto: Amazon, Blackberry)

Blackberry Q5 mit simquadrat-Karte in Betrieb (Foto: Amazon, Blackberry)

Das Blackberry Q5 hatte mir gestern wie wildesten Fehlermeldungen um die Ohren gehauen, nachdem sich das Smartphone mit der simquadrat-Karte bei T-Mobile Austria eingebucht hatte. Die APN-Informationen können nicht verifiziert werden, bekam ich auf dem Display angezeigt. Der Internet-Zugang war nicht möglich.

Nach dem Umbuchen zu A1 oder Drei funktionierte alles dann wieder bestens und das Handy gab sich auch mit dem schon vor geraumer Zeit eingegebenen APN zufrieden. Wer als Kunde aber weniger versiert ist, sieht sich mit einem ernsten Problem konfrontiert: Hat sich der APN geändert? Ist das Smartphone vielleicht sogar kaputt?

Besser wäre es, wenn die Netzbetreiber Roaming generell nur in Netzen ermöglichen würden, in denen dann auch alle Dienste zur Verfügung stehen. Das Geheimnis der manuellen Netzwahl hat sich nämlich bei weitem nicht zu allen Anwendern herumgesprochen.

SIM-Karte von Drei.at im Samsung Galaxy Note 3: Ich sehe (mindestens) doppelt

23. Juli 2014

Der österreichische Mobilfunk-Netzbetreiber Drei bietet unfreiwillig einen Vorgeschmack darauf, was uns deutschen Mobilfunkkunden drohen können, wenn es mit der Fusion von o2 und E-Plus auch technisch Ernst wird. Allerdings ist die Situation bei Drei.at gleich noch einmal extremer.

Viermal Drei im Samsung Galaxy Note 3

Viermal Drei im Samsung Galaxy Note 3

Früher hatte Drei ein National-Roaming-Abkommen mit A1, jetzt mit T-Mobile Austria. Hintegrund ist, dass Drei ausschließlich ein UMTS-Netz betreibt und das GSM-Netz des Roaming-Partners als “Unterbau” für die flächendeckende Versorgung seiner Kunden benötigt.

Übernommen hat Drei den Mitbewerber Orange. Das ganze geschah vor mehr als einem Jahr. Interessant ist, dass die Netzkennung von Orange weiterhin eigenständig in der Luft ist. Kurios ist, dass man sich als Drei-Kunde dort zwar einbuchen kann, allerdings nicht überall. Zumindest der Zugang zum UMTS-Netz des ehemaligen Orange ist oft nicht möglich.

Spannend ist auch, was die Drei-SIM im Samsung Galaxy Note 3 bei einer Netzsuche veranstaltet. Da werden nämlich sämtliche österreichischen Mobifunknetze als ein Netz von Drei erkannt. Das eigene Netz, das Netz von Orange und der ehemalige Roaming-Partner A1 werden als 3 dargestellt, T-Mobile Austria heißt hier 3 AT.

Wer als technisch nicht so versierter Nutzer permanent die automatische Netzwahl eingeschaltet hat, wird sich an diesem Effekt nicht stören. Möchte man je nach Empfangssituation aber ein bestimmtes Netz auswählen, so ist das in der Praxis gar nicht so einfach und nur das unter der Kurzwahl *#0011# erreichbare Service-Menü gibt Aufschluss darüber, welches Netz gerade wirklich genutzt wird.

In Kroatien unterwegs

22. Juli 2014

Heute ging es bei mir nochmals von Döbriach aus Richtung Süden. Einerseits wollte ich das schlechte Wetter in Kärnten hinter mir lassen und zum anderen hatte ich ohnehin schon längere Zeit vor, wieder einmal in die kroatische Hauptstadt Agram zu fahren. Zuletzt war ich 1998 dort.

In Slowenien war das Wetter gleich nochmal schlechter als in Österreich, aber wie auf Befehl hörte es fast auf Höhe des kroatischen Grenzübergangs zu regnen auf. Ich habe dann die erste Raststätte auf kroatischer Seite aufgesucht. Hier gab es WLAN von T-Mobile Kroatien – im Gegensatz zu den Hotspots in Deutschland aber völlig kostenlos. Da fühlt man sich als deutscher Kunde des Konzerns doch etwas verarscht, auch wenn ich derzeit noch das Glück habe, Mobilfunktarife zu nutzen, bei denen die Hotspot-Nutzung inklusive ist.

Die Mobilfunkversorgung in Kroatien hat deutschen Standard. Neben der Stadt hatte ich auch auf der Autobahn immer UMTS zur Verfügung und die Netze boten auch einen guten Datendurchsatz. Drei Netze gibt es vor Ort: T-Mobile und VIP bieten neben GSM und UMTS auch LTE, Tele2 ist nur auf 2G und 3G unterwegs.

Mit der simquadrat-Karte habe ich einen Kumpel angerufen, der ebenfalls mit simquadrat gerade in Bulgarien unterwegs war. Die Sprachqualität war einwandfrei und es traten auch nicht die in Bayern beobachteten Verzögerungen bei der Sprachübertragung auf.

In Agram habe ich mir auch Shops der drei Netzbetreiber angesehen. Das hat alles irgendwie einen deutlich moderneren Eindruck als in Slowenien hinterlassen. Die aktuellen iPhones und die aktuellen Androiden sind alle vorrätig, nur mit Windows Phone sieht es – wie schon in Slowenien – schlecht aus. Die Einsteigermodelle wie das Nokia Lumia 630 findet man in den Läden, höherwertige Geräte dagegen nicht.

Wie dem auch sei: Spaß gemacht hat der Tagesausflug nach Kroatien in jedem Fall. Das Reiseziel erscheint mir auch preislich generell sehr interessant. Autobahngebühr 80 Cent, vier Kugeln Eis 1,80 Euro, vier Stunden parken ebenfalls keine 2 Euro – da kann man nicht meckern.

Erfahrungen mit Mobilfunk in Slowenien

21. Juli 2014

Nach dem Vormittag in Italien ging es heute Nachmittag nach Slowenien weiter, zumal ich mir ohnehin die mitten durch die Stadt Görz verlaufende Grenze ansehen wollte. Hier gibt es vier Mobilfunk-Netzbetreiber: Si.Mobil, Mobitel, Tusmobil und T-2.

Die Funkversorgung ist ähnlich wie in Deutschland. Auf dem Land hat man oft nur EDGE zur Verfügung, ansonsten gibt es gute UMTS-Versorgung. Si.Mobil und Mobitel bieten auch LTE an.

Der mobile Internet-Zugang funktioniert deutlich besser als in Italien, wo die Netze offenbar nach wie vor überlastet sind. Selbst über EDGE lässt sich in Slowenien noch recht gut surfen, im UMTS-Netz sowieso.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass hier noch sehr viele Leute mit Einfach-Handys oder allenfalls Feature Phones unterwegs sind. Die Smartphones haben ihren Siegeszug noch nicht angetreten.

Vorhin hatte ich in Laibach einen Shop des Netzbetreibers Tusmobil besucht. Hier gab es recht viele unter dem eigenen Brand vermarktete einfache Android-Handys. Dazu vor allem Geräte von LG und Huawei. Dazu Unmengen von Einfach-Handys.

Von den großen Flaggschiffen hatte der Shop nur das LG G Flex da. Wer auf ein iPhone 5s, ein Samsung Galaxy S5 oder ein Nokia Lumia 930 hofft, wird enttäscht. Aber immerhin: Auch einen Apple Reseller gibt es direkt im Zentrum der slowenischen Hauptstadt – für die Leute, die sich das leisten können.

Markteinführung des HTC One (M8) Dual-SIM: Schlimmer als ein iPhone-Start

21. Juli 2014

Vor wenigen Wochen hatte HTC angekündigt, das HTC One (M8) in der Dual-SIM-Version auf den deutschen Markt zu bringen. Dabei handelt es sich um das erste höherwertige Dual-SIM-Smartphone überhaupt.

Bei der Markteinführung hat HTC aber so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Das Gerät wurde Media Markt und Saturn exklusiv angeboten und sollte für 679 Euro verkauft werden. Schade, dass nicht auch Amazon und andere Vertriebswege gewählt und die Vermarktung auf eine breite Basis gestellt wurde.

Der angekündigte Termin für den Verkaufsstart verstrich. Erst eineinhalb Wochen später war das HTC One (M8) Dual-SIM schließlich bei Media Markt gelistet. Positive Überraschung: Der Verkaufspreis wurde schon zum Marktstart auf 599 Euro gesenkt.

Wenige Stunden, nachdem das Smartphone gelistet war, war es auch schon wieder ausverkauft. Einige weitere Stunden später wurde es erneut als bestellbar gelistet – nun mit sieben bis acht Tagen Lieferzeit, nachdem es zunächst ein bis zwei Tage waren.

Aktuell ist das HTC One (M8) Dual-SIM wieder vollständig aus dem Online-Shop des Media Markt verschwunden. So schlimm ist nicht einmal ein iPhone-Start. Da werden Interessenten zwar gerne mal auf ein bis zwei Monate Wartezeit eingestimmt, immerhin bleibt das Gerät aber lieferbar.

Vermutlich heißt es dann in einigen Monaten, der Versuch, ein High-End-Dual-SIM-Smartphone in Deutschland sei gescheitert, da die Nachfrage viel zu gering sei. De facto gab es aber bis jetzt praktisch keine Verfügbarkeit und schon gar keine Werbemaßnahmen. Sorry HTC und Media Saturn, aber so wird das garantiert nichts.

Roaming-Trip nach Italien

21. Juli 2014

Heute steht ein Roaming-Trip nach Italien auf dem Programm. Besonders spannend daran ist die Möglichkeit des LTE-Roamings mit SIM-Karten der Deutschen Telekom und von Vodafone.

Aber es ist auch interessant, die LTE-Netzabdeckung in Österreich und Italien zu beobachten. Dazu kann man sagen, dass bei weitem noch nicht der aus Deutschland bekannte Versorgungsgrad erreicht wird.

In Kärnten war im Drautal und im Raum Villach LTE von A1 auf 800 und 2600 MHz zu beobachten. In Friaul gibt es 4G im Bereich der Provinzhauptstadt Udine, wo Telecom Italia Mobile und Vodafone mit Netzen auf 800 und 2600 MHz am Start sind.

Von Bekannten weiß ich, dass es auch in Venedig LTE-Abdeckung gibt, während zumindest die Netzabdeckungskarte von TIM für die Urlaubsorte an der oberen Adria noch keine 4G-Versorgung ausweist.

Von Tre.it und Wind war bislang kein LTE-Netz zu beobachten. Hier ist also durchaus noch Luft nach oben, was den schnellen mobilen Internet-Zugang angeht.

Während ich in Deutschland keinesfalls mehr auf ein LTE-taugliches Smartphone verzichten würde, braucht man das in Österreich und Italien noch nicht ganz so dringend – es sei denn als Backup für ein möglicherweise überlastetes UMTS-Netz in den Städten. Der Mehrwert in ländlichen Regionen geht gegen Null.

Erfahrungsbericht: Mobiles Internet mit Drei.at

21. Juli 2014

Nun bin ich bereits im zweiten Sommer mit der Wertkarte von Drei.at auf dem DX-Camp in Döbriach am Mittstätter See unterwegs. Der Tarif (10 Euro für 10 GB Datenvolumen, nutzbar in allen Ländern, in denen es ein Netz von Drei gibt) ist einfach genial.

Im vergangenen Jahr, als es noch keine günstigen Roaming-Datentarife der deutschen Mobilfunk-Anbieter gab, war dieses Prepaid-Angebot noch wichtiger als in diesem Jahr, wo ich auch mit der EU Reise Flat von Base unterwegs bin. Mit Base habe ich nochmals 5 GB Highspeeed-Datenvolumen zur Verfügung.

Dennoch bin ich auch jetzt froh, zusätzlich die Drei-SIM am Start zu haben, sorgt sie doch dafür, dass der Datenverbrauch in den acht Tagen, in denen ich nun in Österreich unterwegs bin, praktisch keine Rolle spielt. So nutze ich den Internet-Zugang ähnlich wie über DSL zuhause. Da ist es kein Wunder, dass ich bereits mehr als 3 GB Volumen auf der Drei-Karte verbraucht habe.

Spannend sind Vergleiche der Performance im vergangenen Jahr und in diesem Jahr. 2o13 war das Netz von Drei.at speziell in Döbriach eher enttäuschend. Oft hatte ich weniger als 1 MBit/s zur Verfügung. Das war für jemanden wie mich, der in Deutschland LTE-verwöhnt ist, so etwas wie ein Kulturschock.

Speedtest mit Drei.at

Speedtest mit Drei.at

In diesem Jahr funktioniert das Netz nun deutlich besser. Im Downstream habe ich im Schnitt zwischen 4 und 7 MBit/s zur Verfügung. Ping-Zeiten um die 50 bis 70 ms sind ebenfalls akzeptabel. Einzig der Upstream lässt mit zum Teil deutlich weniger als 1 MBit/s zu wünschen übrig.

Kurios: Im vergangenen Jahr war der Datendurchsatz auf dem DX-Camp, das Teil des Döbriacher Falkencamps ist, besonders schlecht, während der Internet-Zugang in meiner Pension besser war. In diesem Jahr (ich bin in der gleichen Pension und sogar im gleichen Zimmer wie im vergangenen Jahr und auch der Standort des DX-Camps hat sich nicht geändert) ist es genau umgekehrt.

Immer wieder kommt es auch zu kurzzeitigen Problemen. Dann bricht der Datendurchsatz für vielleicht eine oder zwei Minuten komplett zusammen und “erholt” sich danach wieder. Insgesamt ist der Internet-Zugang aber nun deutlich besser als im vergangenen Jahr, so dass er recht gut das nicht vorhandene WLAN-Netz in der Pension ersetzt.

Samsung Galaxy Note 3 als Mobile Hotspot

20. Juli 2014

Während meines Österreich-Aufenthalts nutze ich das Samsung Galaxy Note 3 mit meiner SIM-Karte von Drei.at als Mobile Hotspot. Zwar habe ich diese Funktion auch früher schon eingesetzt. Die Besonderheit hier ist aber, dass ich die Hotspot-Funktion über viele Stunden auf Akku-Betrieb nutze – ohne Ladekabel.

Samsung Galaxy Note 3 als Mobile Hotspot

Samsung Galaxy Note 3 als Mobile Hotspot

Die bisherigen Erfahrungen sind durchweg positiv. So hatte ich bislang jeweils nach einem halben Tag durchgehenden Hotspot-Betrieb noch 50 bis 60 Prozent Akku-Kapazität zur Verfügung. Besser ist die Laufzeit eines Mobile Hotspots auch nicht.

Mein eigener Hotspot läuft auch recht stabil. Gestern musste ich das Smartphone einmal rebooten, ansonsten gibt es bislang keine Probleme. In der Regel hängen mein MacBook Air und das Blackberry Q5 am Samsung-Hotspot.

Teilweise versorge ich auch das Apple iPhone 5s und das Nokia Lumia 1020 auf diese Weise mit einem mobilen Internet-Zugang. Hin und wieder buchen sich auch Hobbyfreunde in meinen Hotspot ein. Auch wenn vergleichsweise viele Geräte parallel verbunden sind, läuft der WLAN-Hotspot sehr stabil.


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