Das neue Nokia Lumia 1020 ist da

30. Oktober 2014

Wie berichtet erkannte mein Nokia Lumia 1020 am Ende meines Florida-Urlaubs plötzlich keine SIM-Karten mehr. Am Dienstag wurde das Gerät nun von o2 ausgetauscht. Inzwischen habe ich das neue Windows Phone auch in Betrieb genommen und bei der Gelegenheit – wie bei den anderen Smartphones – auch darauf geachtet, dass ich nur noch Apps installiere, die ich zumindest hin und wieder auch wirklich verwende.

Nokia Lumia 1020 als Mobile-TV-Empfänger

Nokia Lumia 1020 als Mobile-TV-Empfänger

Darüber hinaus habe ich die Apps nun auch weitgehend in Ordnern abgelegt. Diese Möglichkeit gibt es bei der Microsoft-Plattform nativ erst seit dem jüngsten Firmware-Update, während Nokia und Samsung für ihre Smartphones bereits proprietäre Lösungen angeboten hatten, die jedoch zumindest bei Nokia nicht so elegant waren.

Deutlich schlechter als gewohnt klappte bei der Ersteinrichtung des neuen Nokia Lumia 1020 die Wiederherstellung aus einem Backup des bisherigen Geräts. Das fing damit an, dass auf dem neuen Smartphone noch Windows Phone 8.0 installiert war und mir der Microsoft-Server nur ein fast schon historisches Backup von Ende April anbot – danach hatte ich auf meinem Gerät die Developer Preview von Windows Phone 8.1 verwendet.

Also musste ich zunächst sämtliche Firmware-Updates durchführen und dann erneut mein Glück versuchen. Jetzt bekam ich in der Tat ein Backup vom 28. Oktober angeboten. Dieses wählte ich aus. Das Ergebnis war allerdings fatal: Nur drei von vier E-Mail-Accounts wurden wiederhergestellt, andere Konten zum Teil überhaupt nicht.

Vor allem aber musste ich den überwiegenden Teil meiner Apps von Hand neu installieren. Alle Anwendungen mussen von Hand neu eingerichtet werden. Die ganze Aktion hat demnach Stunden gedauert und das ist eher suboptimal.

Ist es tatsächlich so, dass es nach wie vor nur Apple schafft, solche Wiederherstellungen nahezu reibungslos und kundenfreundlich durchzuführen – noch dazu wahlweise lokal über iTunes oder über die iCloud? Es scheint in der Tat so zu sein. Hier sollten die Hersteller von Geräten auf Plattformen wie Android und Windows Phone dringend nachbessern.

Frühjahrsputz im Herbst: Apps auf Smartphones und Tablets ausgemistet

30. Oktober 2014

Im Laufe der Jahre sammelt sich so einiges an Apps auf dem Smartphone und Tablet. Viele Apps installiert man mit großer Begeisterung, nutzt sie dann aber selten bis nie. Die Anwendungen belegen aber Speicherplatz, wollen regelmäßig upgedatet werden oder beanspruchen sogar Ressourcen, da sie im Hintergrund weiter aktiv sind.

Aktueller Homescreen auf dem Apple iPhone 6 Plus

Aktueller Homescreen auf dem Apple iPhone 6 Plus

Nun bin ich nach Jahren einmal wieder kritisch die Homescreens auf allen verwendeten Smartphones und Tablets durchgegangen und habe konsequent alle Applikationen gelöscht, die ich nicht wenigstens ab und zu einmal verwende. Auf iOS und Android sind das vor allem die fünfte, sechste oder siebte Nachrichten- oder Sport-App. Aber auch nicht verwendete Cloud-Dienste wie Box.com und MyDrive habe ich nun “entsorgt”.

Auf Blackberry 10 habe ich darüber hinaus kritisch hinterfragt, welche der installierten Android-Apps ich wirklich brauche und auch aktiv verwende. Nun sind überwiegend die nativ für Blackberry 1o programmierten Anwendungen übrig geblieben und nur noch einige wenige Android-Apps – etwa vom Smartphone-Messenger Telegram oder von Tapatalk – installiert.

Mobile-TV von der Deutschen Telekom läuft jetzt auch bei mir

29. Oktober 2014

In den vergangenen Monaten konnte ich Mobile-TV von der Deutschen Telekom mit meinem Mobilfunk-Anschluss nicht nutzen. Was auch immer der Netzbetreiber hier “verbogen” hat, die App gewährte mir keinen Zugang zu den Angeboten.

Seit rund zwei Monaten bin ich in Gesprächen mit der Telekom und während meines Urlaubs hat es das Unternehmen wahrhaftig geschafft, Mobile-TV für mich wieder zu aktivieren. Nach einer Neuinstallation der App kann ich die Dienste nun wieder nutzen, wie sich im kurzen Test mit dem iPhone 6 Plus gezeigt hat.

Telekom-Mobile-TV auf dem iPhone 6 Plus

Telekom-Mobile-TV auf dem iPhone 6 Plus

Ein Feedback zur Problemlösung habe ich von der Telekom nicht erhalten. Immerhin funktioniert der Dienst nun aber wieder, so dass ich bei Bedarf darauf zurückkommen kann.

Interessant kann Mobile-TV vor allem für Fußball-Übertragungen sein, wenn man gerade unterwegs ist. In den kommenden Monaten werde ich den Dienst wohl eher selten bis überhaupt nicht benötigen. Im Sommerhalbjahr könnte sich das aber durchaus wieder ändern.

iOS 8.1 jetzt auch auf iPhone 6 Plus und iPad 3

29. Oktober 2014

Das iPad mini 2 hatte ich bereits in Florida auf iOS 8.1 aktualisiert. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich das neue Betriebssystem nun auch auf dem iPhone 6 Plus und auf dem iPad 3 installiert. Darüber hinaus hat nach dem MacBook Air nun auch der iMac OS X 10.10 (Yosemite) bekommen, so dass alle Apple-Devices jetzt wieder auf dem aktuellen Software-Stand sind.

iOS 8.1 auf iPhone 6 Plus und iPad 3 installiert (Foto: Apple, Screenshot: SmartPhoneFan.de)

iOS 8.1 auf iPhone 6 Plus und iPad 3 installiert (Foto: Apple, Screenshot: SmartPhoneFan.de)

Hundertprozentig zufrieden bin ich mit Apple derzeit allerdings nicht. So ändert sich der Gerätename des MacBook wie von “Geisterhand”. Konkret wird dem Namen eine Zahl in Klammern hinzugefügt. Irgendetwas im System scheint demnach der Ansicht zu sein, dass es das MacBook bereits gibt und das neue Laptop demnach einen anderen Namen bekommen muss.

Im Internet findet man zwar jede Menge Lösungsansätze. Diese haben in meinem Fall allerdings nichts gebracht. Es ist kein schwerwiegender Fehler, dennoch bin ich von Apple nicht gewohnt, dass derart unpräzise gearbeitet wird. Hatten bereits die Mac-OS-X-Versionen Lion und Mountain Lion nach dem wirklich sehr guten Snow Leopard nicht vollständig überzeugt, so war Mavericks ein richtig gutes System. Mit Yosemite geht es nun offenbar erst einmal wieder in die andere Richtung.

Auch mit iOS 8.1 bin ich nach wie vor nicht hundertprozentig zufrieden. Nach wie vor stürzt die Foto-App während einer Dia-Show alle paar Minuten ab – ein Fehler, der bereits unter iOS 8 bestand, der früher aber nie auftrat. Früher stand iOS für Sicherheit und Zuverlässigkeit. Davon ist Apple derzeit allerdings leider weit entfernt. Auch wenn es sich um Kleinigkeiten handelt: So etwas darf nicht vorkommen, schon gar nicht bei einem vergleichsweise hochpreisigen Ökosystem.

Bilanz: 14 Tage mit Android und Windows Phone unterwegs

24. Oktober 2014

Das wars dann wohl mit Florida. In zwei Stunden sitze ich im Flugzeug und morgen früh bin ich wieder in Deutschland. Zwei Wochen lang war ich nicht nur bei weitgehend sehr schönem, sonnigen Wetter unterwegs und habe viel erlebt. Ebenfalls zwei Wochen lang habe ich nun ausschließlich Android-Smartphones (Samsung Galaxy S5 und Motorola Moto G Dual-SIM) sowie ein Windows Phone (Nokia Lumia 1020) genutzt.

Grundsätzlich lief das wirklich gut. Am Motorola Moto G habe ich vor allem die Dual-SIM-Funktion bei gleichzeitiger Unterstützung der in den USA für UMTS genutzten Frequenzbereiche geschätzt. Hin und wieder war das Gerät dann doch etwas langsam. Hier half ein Reboot weiter. Es ist eben ein Gerät für 200 Euro und nicht etwa für 500 Euro und mehr. Dafür hat es sich verdammt gut geschlagen.

Das Samsung Galaxy S5 spielt natürlich in einer ganz anderen Liga. Das Smartphone macht wirklich Spaß. Gutes Display, passable Verarbeitung, schnelles Betriebssystem. Einzig der E-Mail-Client nervt, da er mit meinen IMAP-Accounts – ähnlich wie die E-Mail-App des HTC One (M8) – nicht zurechtkommt. Eine sehr gute Abhilfe habe ich mit Aqua Mail gefunden, wobei es schon etwas komisch anmutet, dass man erstmal nach einer passenden App für seine E-Mails Ausschau halten muss. Das kenne ich von anderen Systemen nicht. Selbst beim Nokia Communicator 9000 klappte das vor 15 Jahren schon “out of the box”.

Positiv überrascht war ich von der Navi-Software der beiden Androiden, die ich genutzt habe, nachdem mein Nokia Lumia 1020 aus der Florida-Party vorzeitig ausgestiegen ist. Die Kartendarstellung ist mindestens so gut wie bei Here Drive+ auf Windows Phone, die Sprachanweisungen sind deutlich besser. Es fehlen mir allerdings die Angaben zur erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Zudem hatte mich Google Maps Navigation auf eine kostenpflichtige Fahrspur der Autobahn lotsen wollen, was mir nicht so ganz einleuchtete.

Sehr gut kam ich mit der Texteingabe mit SwiftKey zurecht. Sogar das eine oder andere Posting hier im Blog habe ich damit verfasst. Dennoch: Eine Hardware-Tastatur wie beim Blackberry oder wie früher beim Motorola Milestone oder beim Nokia Communicator ist nicht zu ersetzen. Auch der E-Mail-Client gefällt mir bei Blackberry und iOS besser als jede Android-App für diesen Zweck, die ich jemals gesehen habe. Das ist aber wirklich Geschmacksache.

Windows Phone und E-Mail? Ja, doch, das passt zusammen. Der Client weiß optisch und von der Bedienung her zu gefallen. Ansonsten habe ich das Nokia Lumia 1020 in den vergangenen zwei Wochen vor allem als Connected Camera genutzt – und als Mobile Internet Device mit der SIM-Karte aus dem AT&T-Netz, auf das ich immer dann zurückgegriffen habe, wenn das T-Mobile-Netz versagt hat.

Das Windows-Phone-Betriebssystem finde ich nach wie vor toll. Dennoch gibt es für mich einige Gründe, die dagegen sprechen, es im Alltag zu nutzen. Zum einen wird die Pebble Smartwatch nicht unterstützt, die ich nicht mehr missen möchte. Zum anderen laufen zwar alle zum Betriebssystem zählenden Anwendungen sehr gut. Nachinstallierte Apps starten aber oft mit einer “Gedenksekunde”.

Der zum Betriebssystem gehörende Podcast-Client ist ebenfalls langsam und von der Benutzerführung her nicht wirklich mein Fall. Die nachinstallierbaren Apps können Angeboten die Pocket Casts (Android und iOS), BeyondPod (Android) oder InstaCast (iOS) nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen. Auch Apps wie Twitter, Foursquare und Swarm sind auf Windows Phone irgendwie “lahmarschig”. Da ist noch viel Luft nach oben.

Sprich: Das Betriebssystem Windows Phone gefällt mir sehr gut, das Ökosystem rundherum ist aber noch “ausbaufähig”. Ich werde mein Nokia Lumia 1020 weiter nutzen, wenn auch nicht als Hauptgerät. Als Connected Camera und Zusatz-Handy möchte ich es aber nicht missen.

Zuhause freue ich mich auf mein Apple iPhone 6 Plus und auf mein Blackberry Q10. Zudem werde ich mir in den kommenden Wochen ein Blackberry Passport etwas näher ansehen, zumal ich – wie bereits erwähnt – für die produktive Arbeit, aber auch für Blog-Posts und zum Chatten immer noch Geräte mit einer Hardware-Tastatur schätze und so irgendwie doch immer wieder bei der Kombination aus iPhone und Blackberry lande – ohne jedoch auf Android und Windows Phone verzichten zu wollen.

MacBook und Pebble: Große Update-Session dank schnellem Hotel-WLAN

24. Oktober 2014

Gestern Abend stand bei mir das an, was am letzten Urlaubstag unweigerlich erledigt werden muss: das Koffer packen. Allerdings habe ich die Technik nebenher auch arbeiten lassen, zumal das Hotel-Internet, das noch zwölf Stunden zuvor überhaupt nicht funktioniert hatte, nun plötzlich rasend schnell war.

Yosemite auf dem MacBook Air installiert

Yosemite auf dem MacBook Air installiert

So habe ich mein Apple MacBook Air auf OS X 10.10 (Yosemite) aktualisiert. Zuvor habe ich noch Parallels 10 installiert zumal ich mit Windows 8.1 und Windows XP zwei zusätzliche Betriebssysteme in der virtuellen Maschine betreibe. Das ganze hat insgesamt rund eineinhalb Stunden gedauert, lief aber weitgehend, ohne dass ich mich darum kümmern musste.

Die Aktualisierung lief problemlos und soweit ich sehe, sind alle Daten, Apps und Einstellungen noch da. Schön finde ich, dass im Dock ein kleiner Punkt die Anwendungen markiert, die gerade aktiv sind. Ansonsten werde ich mir in den nächsten Tagen und Wochen sukzessive einen Eindruck von der neuen Software verschaffen.

Auf der Pebble läuft jetzt die Firmware 2.7.0

Auf der Pebble läuft jetzt die Firmware 2.7.0

Bereits seit einigen Tagen verfügbar ist die Firmware 2.7.0 für die Pebble Smartwatch. Auch diese habe ich gestern Abend installiert. Änderungen gegenüber dem bisherigen Betriebssystem auf der Uhr (die es bei Best Buy inzwischen wahrhaftig für nur noch 99 Dollar gibt) sind mir aber bislang nicht aufgefallen.

Amsel, Drossel, AT&T: Daher war ich in den USA mit zwei lokalen SIM-Karten unterwegs

24. Oktober 2014

Wie berichtet hatte ich mit dem Hotel-WLAN in Hollywood vorgestern Abend Pech (gestern Abend mutierte der Zugang dann zum besten WLAN der gesamten Reise). Also habe ich die SIM-Karte von H2O Wireless aus dem Netz von AT&T für Tethering genutzt. Das funktionierte auch zunächst sehr gut.

Gestern früh war die Internet-Geschwindigkeit dann plötzlich sehr langsam. Kurzfristige Störung? Performance-Einbruch? Weitere Tests unterwegs zeigten dann eindeutig: Ich bin gedrosselt worden, weil ich offenbar mein Highspeed-Inklusivvolumen (das vom Anbieter gar nicht eindeutig kommuniziert wird) verbraucht hatte.

Es gab keine SMS-Info und auch sonst keinen Hinweis zur Drosselung. Lediglich die Tatsache, dass ich maximal noch 40 bis 60 kBit/s im Up- und Downstream im UMTS-Netz zur Verfügung hatte, zeigte eindeutig, dass es sich um eine bewusste Drosselung handelt, die der Verkäufer der Prepaid-SIM auch schon angedeutet hat, auch wenn es hier nur hieß, es “könne sein”, dass…

Ich hatte die SIM-Karte von H2O Wireless im Nokia Lumia 1020. Mit Ausnahme von zwei Abenden hatte ich den Internet-Zugang nur am Handy, nicht aber für Tethering genutzt. Erstaunlich, dass ich angeblich dennoch 2 GB oder mehr an Daten verbraucht haben soll.

T-Mobile US bietet vorbildliche Account-Infos per App

T-Mobile US bietet vorbildliche Account-Infos per App

Entspannt habe ich gestern auf meine T-Mobile-US-SIM umgestellt, die hier in Hollywood auch eine gute Performance liefert. So konnte ich das mobile Internet problemlos weiter nutzen. Gut finde ich bei T-Mobile, dass man hier zum einen per App seinen Verbrauch kontrollieren kann und zum anderen, dass man transparent gesagt bekommt, wie viel Highspeed-Volumen man im Monat zur Verfügung hat.

Ausschließlich auf T-Mobile US zu setzen ist aber ebenfalls keine gute Idee. Gerade hier in Florida habe ich mit der Netzabdeckung nicht immer die besten Erfahrungen gemacht. Auch im Westen der USA, wo ich schon deutlich häufiger unterwegs war, bietet AT&T eine etwas bessere Funkversorgung als T-Mobile. Die Unterschiede sind aber nicht so groß wie in Florida. Zudem sind die Tarife von T-Mobile günstiger.

Nokia Lumia 1020 kaputtgeroamt: o2 tauscht unkompliziert aus

23. Oktober 2014

Hollywood/Florida. Letzte Station des Urlaubs und gleichzeitig auch das erste Hotel, in dem der WLAN-Zugang überhaupt nicht funktoniert. Also auf meine ohnehin vorhandene mobile Lösung umgebaut, was bedeutet, dass die AT&T-Karte von H2O Wireless ins Samsung Galaxy S5 gewandert ist.

Nokia Lumia 1020 (Foto: Microsoft Devices)

Nokia Lumia 1020 (Foto: Microsoft Devices)

Die o2-SIM sollte stattdessen ins Nokia Lumia 1020, so dass dieses Smartphone ebenfalls weiter online ist. Leider klappt das nicht, denn das Windows Phone erkennt die SIM-Karte nicht mehr. Gegencheck mit der Betreiberkarte der Deutschen Telekom: Gleicher Effekt. Es liegt also nicht an der Karte, sondern am Gerät.

Interessanterweise wird die SIM von H2O Wireless nach wie vor erkannt. Wo das Problem liegt, ist mir unklar. Sicher ist dagegen, dass ich das Smartphone so nicht mehr sinnvoll nutzen kann.

Ich habe mich direkt an o2 gewandt, denn über den inzwischen größten deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber habe ich das Smartphone gekauft. Nur o2 bot seinerzeit das Handy mit 64 statt der sonst üblichen 32 GB Speicherplatz auf dem deutschen Markt an.

o2 hätte mir das Handy schon morgen ausgetauscht, wenn ich in Deutschland gewesen wäre. Das nenne ich Service. Da ich aber morgen – zumindest bis zum Nachmittag – noch un Florida bin, findet der Austausch nun am kommenden Montag statt, was ja auch in Ordnung ist.

Diesen Sofort-Austausch gibt es bei o2 allerdings nur für Geschäftskunden. Private Anwender müssten das Handy vermutlich einschicken und auf die Reparatur oder den Austausch nach Begutachtung des defekten Geräts warten.

Aqua Mail derzeit bester E-Mail-Client für Android

22. Oktober 2014

In den vergangenen Monaten kämpfte ich mit einigen Problemen, wenn es um die E-Mail-Verwaltung unter Android ging. Die meisten Android-Nutzer verwenden Gmail. Allerdings macht das für mich als Besitzer einer eigenen Domain keinen Sinn. Zudem möchte ich ja auch meine geschäftlichen E-Mails am Smartphone und Tablet empfangen und mir gefällt die nicht abschaltbare Konversationsansicht bei Gmail überhaupt nicht.

Vor einigen Monaten war ich mit dem HTC One (M8) Dual-SIM unterwegs. Der integrierte E-Mail-Client “verbog” regelmäßig meine SMTP-Einstellungen, so dass der Versand von E-Mails erst nach einer Neueingabe aller Daten wieder möglich war. Inzwischen besitze ich ein Samsung Galaxy S5, das den gleichen Fehler aufweist, während ich mit dem früher verwendeten Samsung Galaxy Note 3 das Problem nicht hatte.

Wenn ich das Motorola Moto G Dual-SIM (2013) verwende, so laufen E-Mail-Versand und -Empfang völlig problemlos. Motorola verwendet den Original-Android-E-Mail-Client, wie wir ihn auch von Nexus-Smartphones kennen. Der Fehler liegt also nicht am Android-System, sondern an den von den Herstellern angepassten E-Mail-Programmen.

Installiere ich den Stock-Android-E-Mail-Client beispielsweise auf dem Samsung Galaxy S5 nach, so funktioniert dieser ebenfalls einwandfrei. Allerdings bietet dieser in der nachinstallierbaren Version keine ActiveSync-Unterstützung, so dass ich auf diesem Weg mein Microsoft-Exchange-Postfach nicht verwenden kann. Die parallele Nutzung zweier E-Mail-Apps auf einem Smartphone ist nun aber auch nicht gerade der Traum meiner schlaflosen Nächte.

Aqua Mail hinterlässt guten Eindruck (Foto: Google Play Store)

Aqua Mail hinterlässt guten Eindruck (Foto: Google Play Store)

Das hochgelobte K9 Mail scheidet aus, da es Microsoft Exchange nicht unterstützt. Das ist eigentlich unverständlich, denn zumindest der Outlook Web Access sollte sich doch integrieren lassen. Genau das macht Aqua Mail, eine weitere E-Mail-Software für Android. Die Anwendung kostet in der Vollversion 3,77 Euro. Diesen Betrag habe ich gerne investiert, denn die App macht genau das, was ich brauche und was ich haben möchte.

Ich kann meine drei IMAP-Accounts und meinen Exchange-Account in einer App verwalten. Die geschäftlichen E-Mail-Postfächer lassen sich während des Urlaubs abschalten. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und durchdacht und man kann so ziemlich alles einstellen, was den Empfang und Versand elektronischer Post betrifft.

Alle Einstellungen lassen sich sichern und auch wiederherstellen. So habe ich die zunächst testweise am Moto G Dual-SIM (2013) vorgenommenen Einstellungen auch schnell und unkompliziert auf das Galaxy S5 übertragen. Alles in allem bin ich bis jetzt sehr zufrieden, wobei sich im Dauerbetrieb natürlich noch zeigen muss, wie gut Aqua Mail wirklich ist.

Probleme und Einschränkungen? Gibt es! Die App nennt sich Aqua Mail und nicht Aqua Kalender und Adressen. Sprich: Diese Daten aus dem Exchange-Account muss weiterhin die zum Betriebssystem des Smartphones gehörende App beisteuern, was jedoch nicht weiter schlimm ist. Man lässt den Zugang eingerichtet und schaltet lediglich die E-Mail-Synchronisation aus.

Benachrichtigungen auf der Pebble Smartwatch zu bekommen ist eine echte Herausforderung. Es funktioniert nur, wenn man das ansonsten dauerhaft in der Statusbar des Smartphones eingeblendete Aqua-Mail-Logo über das Menü ausschaltet (wobei hier eine Warnung zu lesen ist, nach der die App die Anzeige des Logos für den ordnungsgemäßen Betrieb benötigt; mir sind nach der Abschaltung allerdings noch keine Besonderheiten aufgefallen).

Zur Not würde ich auf die Pebble-Benachrichtigungen auch verzichten, zumal ich mich auf der Uhr ohnehin nur über private E-Mails (die ich eher selten bekomme) informieren lasse. Wenn Aqua Mail weiter so gut funktioniert wie zum Start, dann wäre das Problem E-Mail auf der Android-Plattform Vergangenheit. Schade nur, dass Samsung und HTC nicht von Haus aus einen Client anbieten, der reibungslos funktioniert.

Apple-Fail 2014: Das hätte es unter Steve so nicht gegeben

21. Oktober 2014

Apple feiert gerade neue Milliardengewinne. Dazu haben vor allem auch die neuen iPhone-Modelle beigetragen, die seit gut einem Monat erhältlich sind. Auch ich habe mir ein iPhone 6 Plus zugelegt. Bislang bin ich von diesem Gerät absolut begeistert, zumal ich mir schon lange ein Phablet mit iOS-Betriebssystem gewünscht habe. Dennoch habe ich den Eindruck, dass bei Apple in diesem Jahr alles nicht so richtig rund läuft.

Los ging es bereits am Abend der Keynote, auf der wir die neuen iPhones, Apple Pay und auch die Apple Watch bestaunen durften – oder auch nicht, denn der Livestream vom Event war quasi unbenutzbar. Fast schon Tradition hat die Unbenutzbarkeit des Online-Stores von Apple direkt nach der Freigabe der Vorbestellungen für das jeweils neue iPhone. Das war auch in diesem Jahr nicht anders.

Apple Store in Frankfurt am Main

Apple Store in Frankfurt am Main

In der folgenden Woche wurde iOS 8 ausgeliefert. Hier durften sich Nutzer trotz einer mehrmonatigen Testphase zunächst über massive Probleme ärgern, so zum Beispiel einen immer wieder aussetzenden Internet-Zugang. Natürlich gibt es Abhilfe, indem man das iPhone kurz in den Flugzeugmodus versetzt und anschließend die Netzverbindungen wieder zulässt. Dennoch hätte die Firmware in diesem Zustand niemals freigegeben werden dürfen.

Kaum erhalten die ersten Interessenten ihr iPhone 6 bzw. iPhone 6 Plus, schon gibt es Berichte darüber, dass sich die Geräte teilweise sehr leicht verbiegen – selbst bei sorgsamer Nutzung. Das scheint ein wirklich ernstes Problem zu sein, auch wenn ich bislang nicht betroffen bin. Sorgen macht mir in diesem Zusammenhang vor allem die Art und Weise, wie Apple als Hersteller und auch die Netzbetreiber mit dem Mangel offenbar umgehen.

Hätte ich die 1.000 Euro für das iPhone 6 Plus besser in den nächsten Urlaub investieren und auf das iPhone 6 Plus S im kommenden Jahr warten sollen? Es scheint in der Tat so zu sein. Ein gutes Gefühl habe ich jedenfalls nicht, auch wenn ich mein Handy fast nie in der Hosentasche transportiere, das dies auch empfangstechnisch gesehen der denkbar ungünstigste Ort für ein Mobiltelefon ist.

Nach dem Bentgate kam das Update-Gate. iOS 8.0.1, wir erinnern uns: Nach Einspielen des angeblichen Bugfixes hatten iPhone 6 und iPhone 6 Plus plötzlich keinen Mobilfunkempfang mehr. Auch wenn manche Nutzer vielleicht diese Art der Kostenkontrolle zu schätzen wussten: Die allermeisten Kunden hatten sich ein Bugfix-Update sicherlich anders vorgestellt.

Ich war an besagtem Abend noch mit anderen Themen beschäftigt (die neuen Vodafone-Tarife sickerten gerade durch), sonst hätte ich auch das Update durchgeführt und anhand eines Apple-Support-Dokuments ein Downgrade auf iOS 8.0 durchführen müssen. Eineinhalb Tage später kam mit iOS 8.0.2 der Bugfix für den Bugfix, der aber gar kein Bugfix war, denn die Probleme mit mobilen Datenverbindungen gab es auch damit. Nun bin ich gespannt, ob sich das möglicherweise mit iOS 8.1 ändert.

Fast schon eine Kleinigkeit ist es da, dass ein Kumpel iMessage immer wieder neu anmelden musste, da seine Rufnummer immer wieder “wie von Geisterhand” für diesen Dienst deaktiviert wurde. Das ist allerdings nicht nur ärgerlich, sondern kostet zudem jedes Mal eine SMS ins Ausland.

Die nächste Enttäuschung lieferte Apple mit der Vorstellung der neuen iPad-Generation in der vergangenen Woche. Ist das iPad Air 2 eine durchaus sinnvolle Weiterentwicklung der ersten Version des Tablets, so komme ich mir beim iPad mini 3 ehrlich gesagt verarscht vor. Apple will uns hier also ein lediglich um einen Fingerabdruck-Sensor erweitertes iPad 2 zum vollen Preis verkaufen. Mit Prozessor etc. des Geräts vom vergangenen Jahr.

Kein Wunder, dass das kleine Tablet auf der Keynote mehr oder weniger nur in einem Nebensatz erwähnt wurde. Wer nicht unbedingt richtig viel Speicher braucht, kann demnach unbesehen zum Modell aus dem Vorjahr greifen, ohne große Nachteile zu haben. Traurig ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass man das iPad mit 7,9-Zoll-Display nur mit dem “alten” Prozessor bekommt. Da werden Erinnerungen an das iPad mini 1 wach, in dem weitgehend die Technik des iPad 2 steckte.

Wirklich beeindruckt hat der neue iMac mit 5K-Display. Dieser Rechner hinterlässt zumindest auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Dafür soll der neue Mac mini zumindest in der kleinsten Ausführung in Benchmark-Tests sogar schlechter als sein zwei Jahre alter Vorgänger aussehen.

Das ist sie nun also, die angekündigte beste Produktpalette, die Apple je hatte. So richtig beeindruckt bin ich bislang ehrlich gesagt nicht. Eher schon stimmt mich das, was der Hersteller in den vergangenen eineinhalb Monaten abgeliefert hat, sehr bedenklich. Das, und davon bin ich überzeugt, hätte es unter Steve so niemals gegeben.


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