Bilanz: 14 Tage mit Android und Windows Phone unterwegs

24. Oktober 2014

Das wars dann wohl mit Florida. In zwei Stunden sitze ich im Flugzeug und morgen früh bin ich wieder in Deutschland. Zwei Wochen lang war ich nicht nur bei weitgehend sehr schönem, sonnigen Wetter unterwegs und habe viel erlebt. Ebenfalls zwei Wochen lang habe ich nun ausschließlich Android-Smartphones (Samsung Galaxy S5 und Motorola Moto G Dual-SIM) sowie ein Windows Phone (Nokia Lumia 1020) genutzt.

Grundsätzlich lief das wirklich gut. Am Motorola Moto G habe ich vor allem die Dual-SIM-Funktion bei gleichzeitiger Unterstützung der in den USA für UMTS genutzten Frequenzbereiche geschätzt. Hin und wieder war das Gerät dann doch etwas langsam. Hier half ein Reboot weiter. Es ist eben ein Gerät für 200 Euro und nicht etwa für 500 Euro und mehr. Dafür hat es sich verdammt gut geschlagen.

Das Samsung Galaxy S5 spielt natürlich in einer ganz anderen Liga. Das Smartphone macht wirklich Spaß. Gutes Display, passable Verarbeitung, schnelles Betriebssystem. Einzig der E-Mail-Client nervt, da er mit meinen IMAP-Accounts – ähnlich wie die E-Mail-App des HTC One (M8) – nicht zurechtkommt. Eine sehr gute Abhilfe habe ich mit Aqua Mail gefunden, wobei es schon etwas komisch anmutet, dass man erstmal nach einer passenden App für seine E-Mails Ausschau halten muss. Das kenne ich von anderen Systemen nicht. Selbst beim Nokia Communicator 9000 klappte das vor 15 Jahren schon “out of the box”.

Positiv überrascht war ich von der Navi-Software der beiden Androiden, die ich genutzt habe, nachdem mein Nokia Lumia 1020 aus der Florida-Party vorzeitig ausgestiegen ist. Die Kartendarstellung ist mindestens so gut wie bei Here Drive+ auf Windows Phone, die Sprachanweisungen sind deutlich besser. Es fehlen mir allerdings die Angaben zur erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Zudem hatte mich Google Maps Navigation auf eine kostenpflichtige Fahrspur der Autobahn lotsen wollen, was mir nicht so ganz einleuchtete.

Sehr gut kam ich mit der Texteingabe mit SwiftKey zurecht. Sogar das eine oder andere Posting hier im Blog habe ich damit verfasst. Dennoch: Eine Hardware-Tastatur wie beim Blackberry oder wie früher beim Motorola Milestone oder beim Nokia Communicator ist nicht zu ersetzen. Auch der E-Mail-Client gefällt mir bei Blackberry und iOS besser als jede Android-App für diesen Zweck, die ich jemals gesehen habe. Das ist aber wirklich Geschmacksache.

Windows Phone und E-Mail? Ja, doch, das passt zusammen. Der Client weiß optisch und von der Bedienung her zu gefallen. Ansonsten habe ich das Nokia Lumia 1020 in den vergangenen zwei Wochen vor allem als Connected Camera genutzt – und als Mobile Internet Device mit der SIM-Karte aus dem AT&T-Netz, auf das ich immer dann zurückgegriffen habe, wenn das T-Mobile-Netz versagt hat.

Das Windows-Phone-Betriebssystem finde ich nach wie vor toll. Dennoch gibt es für mich einige Gründe, die dagegen sprechen, es im Alltag zu nutzen. Zum einen wird die Pebble Smartwatch nicht unterstützt, die ich nicht mehr missen möchte. Zum anderen laufen zwar alle zum Betriebssystem zählenden Anwendungen sehr gut. Nachinstallierte Apps starten aber oft mit einer “Gedenksekunde”.

Der zum Betriebssystem gehörende Podcast-Client ist ebenfalls langsam und von der Benutzerführung her nicht wirklich mein Fall. Die nachinstallierbaren Apps können Angeboten die Pocket Casts (Android und iOS), BeyondPod (Android) oder InstaCast (iOS) nicht einmal ansatzweise das Wasser reichen. Auch Apps wie Twitter, Foursquare und Swarm sind auf Windows Phone irgendwie “lahmarschig”. Da ist noch viel Luft nach oben.

Sprich: Das Betriebssystem Windows Phone gefällt mir sehr gut, das Ökosystem rundherum ist aber noch “ausbaufähig”. Ich werde mein Nokia Lumia 1020 weiter nutzen, wenn auch nicht als Hauptgerät. Als Connected Camera und Zusatz-Handy möchte ich es aber nicht missen.

Zuhause freue ich mich auf mein Apple iPhone 6 Plus und auf mein Blackberry Q10. Zudem werde ich mir in den kommenden Wochen ein Blackberry Passport etwas näher ansehen, zumal ich – wie bereits erwähnt – für die produktive Arbeit, aber auch für Blog-Posts und zum Chatten immer noch Geräte mit einer Hardware-Tastatur schätze und so irgendwie doch immer wieder bei der Kombination aus iPhone und Blackberry lande – ohne jedoch auf Android und Windows Phone verzichten zu wollen.

MacBook und Pebble: Große Update-Session dank schnellem Hotel-WLAN

24. Oktober 2014

Gestern Abend stand bei mir das an, was am letzten Urlaubstag unweigerlich erledigt werden muss: das Koffer packen. Allerdings habe ich die Technik nebenher auch arbeiten lassen, zumal das Hotel-Internet, das noch zwölf Stunden zuvor überhaupt nicht funktioniert hatte, nun plötzlich rasend schnell war.

Yosemite auf dem MacBook Air installiert

Yosemite auf dem MacBook Air installiert

So habe ich mein Apple MacBook Air auf OS X 10.10 (Yosemite) aktualisiert. Zuvor habe ich noch Parallels 10 installiert zumal ich mit Windows 8.1 und Windows XP zwei zusätzliche Betriebssysteme in der virtuellen Maschine betreibe. Das ganze hat insgesamt rund eineinhalb Stunden gedauert, lief aber weitgehend, ohne dass ich mich darum kümmern musste.

Die Aktualisierung lief problemlos und soweit ich sehe, sind alle Daten, Apps und Einstellungen noch da. Schön finde ich, dass im Dock ein kleiner Punkt die Anwendungen markiert, die gerade aktiv sind. Ansonsten werde ich mir in den nächsten Tagen und Wochen sukzessive einen Eindruck von der neuen Software verschaffen.

Auf der Pebble läuft jetzt die Firmware 2.7.0

Auf der Pebble läuft jetzt die Firmware 2.7.0

Bereits seit einigen Tagen verfügbar ist die Firmware 2.7.0 für die Pebble Smartwatch. Auch diese habe ich gestern Abend installiert. Änderungen gegenüber dem bisherigen Betriebssystem auf der Uhr (die es bei Best Buy inzwischen wahrhaftig für nur noch 99 Dollar gibt) sind mir aber bislang nicht aufgefallen.

Amsel, Drossel, AT&T: Daher war ich in den USA mit zwei lokalen SIM-Karten unterwegs

24. Oktober 2014

Wie berichtet hatte ich mit dem Hotel-WLAN in Hollywood vorgestern Abend Pech (gestern Abend mutierte der Zugang dann zum besten WLAN der gesamten Reise). Also habe ich die SIM-Karte von H2O Wireless aus dem Netz von AT&T für Tethering genutzt. Das funktionierte auch zunächst sehr gut.

Gestern früh war die Internet-Geschwindigkeit dann plötzlich sehr langsam. Kurzfristige Störung? Performance-Einbruch? Weitere Tests unterwegs zeigten dann eindeutig: Ich bin gedrosselt worden, weil ich offenbar mein Highspeed-Inklusivvolumen (das vom Anbieter gar nicht eindeutig kommuniziert wird) verbraucht hatte.

Es gab keine SMS-Info und auch sonst keinen Hinweis zur Drosselung. Lediglich die Tatsache, dass ich maximal noch 40 bis 60 kBit/s im Up- und Downstream im UMTS-Netz zur Verfügung hatte, zeigte eindeutig, dass es sich um eine bewusste Drosselung handelt, die der Verkäufer der Prepaid-SIM auch schon angedeutet hat, auch wenn es hier nur hieß, es “könne sein”, dass…

Ich hatte die SIM-Karte von H2O Wireless im Nokia Lumia 1020. Mit Ausnahme von zwei Abenden hatte ich den Internet-Zugang nur am Handy, nicht aber für Tethering genutzt. Erstaunlich, dass ich angeblich dennoch 2 GB oder mehr an Daten verbraucht haben soll.

T-Mobile US bietet vorbildliche Account-Infos per App

T-Mobile US bietet vorbildliche Account-Infos per App

Entspannt habe ich gestern auf meine T-Mobile-US-SIM umgestellt, die hier in Hollywood auch eine gute Performance liefert. So konnte ich das mobile Internet problemlos weiter nutzen. Gut finde ich bei T-Mobile, dass man hier zum einen per App seinen Verbrauch kontrollieren kann und zum anderen, dass man transparent gesagt bekommt, wie viel Highspeed-Volumen man im Monat zur Verfügung hat.

Ausschließlich auf T-Mobile US zu setzen ist aber ebenfalls keine gute Idee. Gerade hier in Florida habe ich mit der Netzabdeckung nicht immer die besten Erfahrungen gemacht. Auch im Westen der USA, wo ich schon deutlich häufiger unterwegs war, bietet AT&T eine etwas bessere Funkversorgung als T-Mobile. Die Unterschiede sind aber nicht so groß wie in Florida. Zudem sind die Tarife von T-Mobile günstiger.

Nokia Lumia 1020 kaputtgeroamt: o2 tauscht unkompliziert aus

23. Oktober 2014

Hollywood/Florida. Letzte Station des Urlaubs und gleichzeitig auch das erste Hotel, in dem der WLAN-Zugang überhaupt nicht funktoniert. Also auf meine ohnehin vorhandene mobile Lösung umgebaut, was bedeutet, dass die AT&T-Karte von H2O Wireless ins Samsung Galaxy S5 gewandert ist.

Nokia Lumia 1020 (Foto: Microsoft Devices)

Nokia Lumia 1020 (Foto: Microsoft Devices)

Die o2-SIM sollte stattdessen ins Nokia Lumia 1020, so dass dieses Smartphone ebenfalls weiter online ist. Leider klappt das nicht, denn das Windows Phone erkennt die SIM-Karte nicht mehr. Gegencheck mit der Betreiberkarte der Deutschen Telekom: Gleicher Effekt. Es liegt also nicht an der Karte, sondern am Gerät.

Interessanterweise wird die SIM von H2O Wireless nach wie vor erkannt. Wo das Problem liegt, ist mir unklar. Sicher ist dagegen, dass ich das Smartphone so nicht mehr sinnvoll nutzen kann.

Ich habe mich direkt an o2 gewandt, denn über den inzwischen größten deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber habe ich das Smartphone gekauft. Nur o2 bot seinerzeit das Handy mit 64 statt der sonst üblichen 32 GB Speicherplatz auf dem deutschen Markt an.

o2 hätte mir das Handy schon morgen ausgetauscht, wenn ich in Deutschland gewesen wäre. Das nenne ich Service. Da ich aber morgen – zumindest bis zum Nachmittag – noch un Florida bin, findet der Austausch nun am kommenden Montag statt, was ja auch in Ordnung ist.

Diesen Sofort-Austausch gibt es bei o2 allerdings nur für Geschäftskunden. Private Anwender müssten das Handy vermutlich einschicken und auf die Reparatur oder den Austausch nach Begutachtung des defekten Geräts warten.

Aqua Mail derzeit bester E-Mail-Client für Android

22. Oktober 2014

In den vergangenen Monaten kämpfte ich mit einigen Problemen, wenn es um die E-Mail-Verwaltung unter Android ging. Die meisten Android-Nutzer verwenden Gmail. Allerdings macht das für mich als Besitzer einer eigenen Domain keinen Sinn. Zudem möchte ich ja auch meine geschäftlichen E-Mails am Smartphone und Tablet empfangen und mir gefällt die nicht abschaltbare Konversationsansicht bei Gmail überhaupt nicht.

Vor einigen Monaten war ich mit dem HTC One (M8) Dual-SIM unterwegs. Der integrierte E-Mail-Client “verbog” regelmäßig meine SMTP-Einstellungen, so dass der Versand von E-Mails erst nach einer Neueingabe aller Daten wieder möglich war. Inzwischen besitze ich ein Samsung Galaxy S5, das den gleichen Fehler aufweist, während ich mit dem früher verwendeten Samsung Galaxy Note 3 das Problem nicht hatte.

Wenn ich das Motorola Moto G Dual-SIM (2013) verwende, so laufen E-Mail-Versand und -Empfang völlig problemlos. Motorola verwendet den Original-Android-E-Mail-Client, wie wir ihn auch von Nexus-Smartphones kennen. Der Fehler liegt also nicht am Android-System, sondern an den von den Herstellern angepassten E-Mail-Programmen.

Installiere ich den Stock-Android-E-Mail-Client beispielsweise auf dem Samsung Galaxy S5 nach, so funktioniert dieser ebenfalls einwandfrei. Allerdings bietet dieser in der nachinstallierbaren Version keine ActiveSync-Unterstützung, so dass ich auf diesem Weg mein Microsoft-Exchange-Postfach nicht verwenden kann. Die parallele Nutzung zweier E-Mail-Apps auf einem Smartphone ist nun aber auch nicht gerade der Traum meiner schlaflosen Nächte.

Aqua Mail hinterlässt guten Eindruck (Foto: Google Play Store)

Aqua Mail hinterlässt guten Eindruck (Foto: Google Play Store)

Das hochgelobte K9 Mail scheidet aus, da es Microsoft Exchange nicht unterstützt. Das ist eigentlich unverständlich, denn zumindest der Outlook Web Access sollte sich doch integrieren lassen. Genau das macht Aqua Mail, eine weitere E-Mail-Software für Android. Die Anwendung kostet in der Vollversion 3,77 Euro. Diesen Betrag habe ich gerne investiert, denn die App macht genau das, was ich brauche und was ich haben möchte.

Ich kann meine drei IMAP-Accounts und meinen Exchange-Account in einer App verwalten. Die geschäftlichen E-Mail-Postfächer lassen sich während des Urlaubs abschalten. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und durchdacht und man kann so ziemlich alles einstellen, was den Empfang und Versand elektronischer Post betrifft.

Alle Einstellungen lassen sich sichern und auch wiederherstellen. So habe ich die zunächst testweise am Moto G Dual-SIM (2013) vorgenommenen Einstellungen auch schnell und unkompliziert auf das Galaxy S5 übertragen. Alles in allem bin ich bis jetzt sehr zufrieden, wobei sich im Dauerbetrieb natürlich noch zeigen muss, wie gut Aqua Mail wirklich ist.

Probleme und Einschränkungen? Gibt es! Die App nennt sich Aqua Mail und nicht Aqua Kalender und Adressen. Sprich: Diese Daten aus dem Exchange-Account muss weiterhin die zum Betriebssystem des Smartphones gehörende App beisteuern, was jedoch nicht weiter schlimm ist. Man lässt den Zugang eingerichtet und schaltet lediglich die E-Mail-Synchronisation aus.

Benachrichtigungen auf der Pebble Smartwatch zu bekommen ist eine echte Herausforderung. Es funktioniert nur, wenn man das ansonsten dauerhaft in der Statusbar des Smartphones eingeblendete Aqua-Mail-Logo über das Menü ausschaltet (wobei hier eine Warnung zu lesen ist, nach der die App die Anzeige des Logos für den ordnungsgemäßen Betrieb benötigt; mir sind nach der Abschaltung allerdings noch keine Besonderheiten aufgefallen).

Zur Not würde ich auf die Pebble-Benachrichtigungen auch verzichten, zumal ich mich auf der Uhr ohnehin nur über private E-Mails (die ich eher selten bekomme) informieren lasse. Wenn Aqua Mail weiter so gut funktioniert wie zum Start, dann wäre das Problem E-Mail auf der Android-Plattform Vergangenheit. Schade nur, dass Samsung und HTC nicht von Haus aus einen Client anbieten, der reibungslos funktioniert.

Apple-Fail 2014: Das hätte es unter Steve so nicht gegeben

21. Oktober 2014

Apple feiert gerade neue Milliardengewinne. Dazu haben vor allem auch die neuen iPhone-Modelle beigetragen, die seit gut einem Monat erhältlich sind. Auch ich habe mir ein iPhone 6 Plus zugelegt. Bislang bin ich von diesem Gerät absolut begeistert, zumal ich mir schon lange ein Phablet mit iOS-Betriebssystem gewünscht habe. Dennoch habe ich den Eindruck, dass bei Apple in diesem Jahr alles nicht so richtig rund läuft.

Los ging es bereits am Abend der Keynote, auf der wir die neuen iPhones, Apple Pay und auch die Apple Watch bestaunen durften – oder auch nicht, denn der Livestream vom Event war quasi unbenutzbar. Fast schon Tradition hat die Unbenutzbarkeit des Online-Stores von Apple direkt nach der Freigabe der Vorbestellungen für das jeweils neue iPhone. Das war auch in diesem Jahr nicht anders.

Apple Store in Frankfurt am Main

Apple Store in Frankfurt am Main

In der folgenden Woche wurde iOS 8 ausgeliefert. Hier durften sich Nutzer trotz einer mehrmonatigen Testphase zunächst über massive Probleme ärgern, so zum Beispiel einen immer wieder aussetzenden Internet-Zugang. Natürlich gibt es Abhilfe, indem man das iPhone kurz in den Flugzeugmodus versetzt und anschließend die Netzverbindungen wieder zulässt. Dennoch hätte die Firmware in diesem Zustand niemals freigegeben werden dürfen.

Kaum erhalten die ersten Interessenten ihr iPhone 6 bzw. iPhone 6 Plus, schon gibt es Berichte darüber, dass sich die Geräte teilweise sehr leicht verbiegen – selbst bei sorgsamer Nutzung. Das scheint ein wirklich ernstes Problem zu sein, auch wenn ich bislang nicht betroffen bin. Sorgen macht mir in diesem Zusammenhang vor allem die Art und Weise, wie Apple als Hersteller und auch die Netzbetreiber mit dem Mangel offenbar umgehen.

Hätte ich die 1.000 Euro für das iPhone 6 Plus besser in den nächsten Urlaub investieren und auf das iPhone 6 Plus S im kommenden Jahr warten sollen? Es scheint in der Tat so zu sein. Ein gutes Gefühl habe ich jedenfalls nicht, auch wenn ich mein Handy fast nie in der Hosentasche transportiere, das dies auch empfangstechnisch gesehen der denkbar ungünstigste Ort für ein Mobiltelefon ist.

Nach dem Bentgate kam das Update-Gate. iOS 8.0.1, wir erinnern uns: Nach Einspielen des angeblichen Bugfixes hatten iPhone 6 und iPhone 6 Plus plötzlich keinen Mobilfunkempfang mehr. Auch wenn manche Nutzer vielleicht diese Art der Kostenkontrolle zu schätzen wussten: Die allermeisten Kunden hatten sich ein Bugfix-Update sicherlich anders vorgestellt.

Ich war an besagtem Abend noch mit anderen Themen beschäftigt (die neuen Vodafone-Tarife sickerten gerade durch), sonst hätte ich auch das Update durchgeführt und anhand eines Apple-Support-Dokuments ein Downgrade auf iOS 8.0 durchführen müssen. Eineinhalb Tage später kam mit iOS 8.0.2 der Bugfix für den Bugfix, der aber gar kein Bugfix war, denn die Probleme mit mobilen Datenverbindungen gab es auch damit. Nun bin ich gespannt, ob sich das möglicherweise mit iOS 8.1 ändert.

Fast schon eine Kleinigkeit ist es da, dass ein Kumpel iMessage immer wieder neu anmelden musste, da seine Rufnummer immer wieder “wie von Geisterhand” für diesen Dienst deaktiviert wurde. Das ist allerdings nicht nur ärgerlich, sondern kostet zudem jedes Mal eine SMS ins Ausland.

Die nächste Enttäuschung lieferte Apple mit der Vorstellung der neuen iPad-Generation in der vergangenen Woche. Ist das iPad Air 2 eine durchaus sinnvolle Weiterentwicklung der ersten Version des Tablets, so komme ich mir beim iPad mini 3 ehrlich gesagt verarscht vor. Apple will uns hier also ein lediglich um einen Fingerabdruck-Sensor erweitertes iPad 2 zum vollen Preis verkaufen. Mit Prozessor etc. des Geräts vom vergangenen Jahr.

Kein Wunder, dass das kleine Tablet auf der Keynote mehr oder weniger nur in einem Nebensatz erwähnt wurde. Wer nicht unbedingt richtig viel Speicher braucht, kann demnach unbesehen zum Modell aus dem Vorjahr greifen, ohne große Nachteile zu haben. Traurig ist in diesem Zusammenhang vor allem, dass man das iPad mit 7,9-Zoll-Display nur mit dem “alten” Prozessor bekommt. Da werden Erinnerungen an das iPad mini 1 wach, in dem weitgehend die Technik des iPad 2 steckte.

Wirklich beeindruckt hat der neue iMac mit 5K-Display. Dieser Rechner hinterlässt zumindest auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Dafür soll der neue Mac mini zumindest in der kleinsten Ausführung in Benchmark-Tests sogar schlechter als sein zwei Jahre alter Vorgänger aussehen.

Das ist sie nun also, die angekündigte beste Produktpalette, die Apple je hatte. So richtig beeindruckt bin ich bislang ehrlich gesagt nicht. Eher schon stimmt mich das, was der Hersteller in den vergangenen eineinhalb Monaten abgeliefert hat, sehr bedenklich. Das, und davon bin ich überzeugt, hätte es unter Steve so niemals gegeben.

iPad mini 2 auf iOS 8.1 aktualisiert

21. Oktober 2014

Mein iPad mini 2 ist ab sofort auf der aktuellen Firmware-Version iOS 8.1. Das Tablet hat das neue Betriebssystem über Nacht über das Hotel-WLAN hier in Orlando geladen, so dass ich heute früh quasi auf Knopfdruck die Aktualisierung einspielen konnte.

iOS 8.1 am iPad mini installiert

iOS 8.1 am iPad mini installiert

Auf den ersten Blick sind mir keine Veränderungen aufgefallen, wobei ich auch bisher keine Bugs am iPad beklagt habe. Spannender wird das schon am iPhone 6 Plus, bei dem einige Apps bislang nicht sauber liefen, die auf jedem anderen iOS-Gerät problemlos nutzbar sind..

Mein iPhone 6 Plus liegt allerdings zuhause in Deutschland, so dass es – genau wie beim iPad 3 – noch einige Tage dauert, bis ich das Update einspielen kann. Auch das Yosemite-Update am MacBook Air und am iMac stehen für kommende Woche auf der Agenda.

Windows Phone zeigt Schwächen beim Upload von Fotos

20. Oktober 2014

Das Nokia Lumia 1020 wurde eigentlich speziell als Kamera-Handy entwickelt. Die Fotografie beherrscht das Gerät auch wirklich besser als so ziemlich jedes andere Smartphone. Wenn es aber darum geht, die aufgenommenen Fotos zu teilen, versagt das Gerät zum Teil kläglich.

Immer wieder versuche ich während meines USA-Aufenthalts Fotos vom Nokia Lumia 1020 zu Facebook hochzuladen. In den meisten Fällen klappt das allerdings nicht. Stattdessen wird der Vorgang mit einer Fehlermeldung abgebrochen.

Wie mir scheint benötigt das Windows Phone einen besonders schnellen und performanten Internet-Zugang, um Foto-Uploads zu Facebook zu ermöglichen. Einen solchen hat man mobil natürlich nicht immer zur Verfügung.

Workaround ist es für mich derzeit, mir das Foto, das ich zu Facebook hochladen möchte, über WhatsApp oder Telegram zum Motorola Moto G Dual-SIM zu schicken. Vom Motorola-Handy aus klappte der Facebook-Upload bislang in 100 Prozent aller Fälle.

Wodurch das Problem mit dem Nokia Lumia 1020 verursacht wird, ist mir unklar. Der Fehler trat auch vor dem vor kurzem installierten Firmware-Update auf. Gespannt bin ich, ob sich der Bug auch in Deutschland nachvollziehen lässt, wenn ich im Lumia eine Vodafone-SIM betreibe, während hier in den USA eine Karte von H2O Wireless (AT&T-Netz) im Gerät steckt.

Mobiles Internet in Florida: AT&T hat die Nase vorn

19. Oktober 2014

Seit etwas mehr als einer Woche bin ich nun im Süden, im Südwesten und jetzt in der Mitte Floridas unterwegs. Mit dabei habe ich SIM-Karten von T-Mobile US und H20 Wireless, das als virtueller Provider im Netz von AT&T arbeitet.

Meine bisherigen USA-Reisen, die mich vor allem in den Südwesten des Landes geführt haben, zeigten, dass es ähnlich wie in Deutschland kaum sinnvoll ist, sich für den mobilen Internet-Zugang auf nur ein Netz zu verlassen. Mal ist T-Mobile besser, mal AT&T. Dabei bietet T-Mobile von Vorteil von National Roaming, so dass man oft auch dann telefonieren kann, wenn der eigene Betreiber nicht mit eigenem Netz vertreten ist.

H2O Wireless bietet einen guten Internet-Zugang

H2O Wireless bietet einen guten Internet-Zugang

Hier in Florida ist die Situation deutlich anders. Während AT&T fast überall einen guten Internet-Zugang bietet, ist die Performance bei T-Mobile US deutlich schlechter. Für WhatsApp, Facebook usw. reicht auch das T-Mobile-Netz völlig aus. Wer aber auch einmal das Notebook oder Tablet per Tethering versorgen möchte, ist mit AT&T besser bedient.

Es kommt dazu, dass die National-Roaming-Abkommen von T-Mobile – wie bereits beschrieben – in Florida nicht so ganz nachvollziehbar sind. Dort, wo man ein Roaming gebrauchen könnte, fährt man kilometerweit ohne Funkversorgung, während es umgekehrt Gegenden mit eigener Funkversorgung gibt, wo aber dennoch zusätzlich National Roaming angeboten wird.

Gestern Abend wollte ich Bundesliga bei BILD hier in Orlando nutzen. Das Hotel-WLAN war allerdings völlig unbrauchbar, da vermutlich zeitgleich noch zahlreiche andere Gäste die Idee hatten, parallel den kostenlosen Internet-Zugang zu nutzen. Tethering mit T-Mobile war keinen Deut besser, während ich mit der im AT&T-Netz funkenden SIM von H2O Wireless in guter Qualität die Zusammenfassungen aller Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga sehen konnte.

Echte Speedtests verkneife ich mir. Ich habe zwar in beiden Netzen Flatrates zur Verfügung (die in den USA nicht selbstverständlich sind, je nach Tarif wird die Datenverbindung nach Verbrauch des Inklusivvolumens auch einfach gekappt). Allerdings kann – ähnlich wie in Deutschland – die Performance gedrosselt werden, so dass das ungedrosselte Volumen “kostbar” ist.

Bundesliga live und in der Zusammenfassung in den USA: VPN macht’s möglich

18. Oktober 2014

Die Länderspiel-Pause ist vorbei. An diesem Wochenende rollt der Ball in der 1. und 2. Fußball-Bundesliga wieder. Natürlich möchte ich trotz USA-Aufenthalt auf dem laufenden bleiben und die Bundesliga zumindest im Rahmen von Zusammenfassungen verfolgen (die Live-Sendezeiten sind für mich sehr ungünstig, zumal ich ja nicht zum Fußball gucken auf der anderen Seite des Atlantiks bin).

Bundesliga bei BILD in den USA ohne VPN

Bundesliga bei BILD in den USA ohne VPN

Getestet habe ich jeweils am iPad mini mit Retina-Display die Nutzung von Sky Go, Sky Bundesliga über Mobile TV von Vodafone und Bundesliga bei BILD. Das Ergebnis war jeweils das gleiche: Ich erhielt einen Hinweis auf dem Tablet-Display, dem zufolge das Angebot außerhalb Deutschlands nicht genutzt werden kann.

Also erinnerte ich mich Hide my Ass, einem VPN-Dienst, den ich schon einmal für ein Jahr gebucht hatte und der in der Regel sehr zuverlässig funktioniert. Meinen alten Account konnte ich sogar reaktivieren und so war ich innerhalb weniger Minuten mit einem Internet-Zugang mit deutscher IP-Adresse online. Auf diesem Weg waren die Angebote von Sky, Vodafone und BILD nun problemlos nutzbar.

Bundesliga bei BILD in den USA mit VPN

Bundesliga bei BILD in den USA mit VPN

Ich sehe mir nun die Zusammenfassungen über Bundesliga bei BILD an. Genial, dass dies zumindest über VPN auch in den USA funktioniert. Dabei hat mich zudem begeistert, dass Hide my Ass nun auch Apps für iOS und Android anbietet, die die Konfiguration auf dem Smartphone und Tablet deutlich vereinfachen.


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